Freitag, 25. Dezember 2015, 17:08 Uhr

Basement Jaxx: Die Briten-Derwische plaudern über ihr Remix-Album

Anfang der 2000er heizten die beiden britischen Djs Felix Buxton und Simon Ratcliffe mit ihren elektronischen Hits wie „Red Alert“ oder auch „Where’s Your Head At“ die internationale Clubszene, aber auch die Verkaufscharts auf. Jetzt, ein Jahr nach Veröffentlichung ihres siebten Albums meldeten sich die Jungs von Basement Jaxx mit “Junto Remixed” zurück.

Basement Jaxx: Die Briten-Derwische plaudern über ihr Remix-Album

klatsch-tratsch.de-Autor Dennis hat sich mit Felix über Remixe, Bühnenpannen und Weihnachten mit Obdachlosen unterhalten. ACHTUNG: Wir verlosen das Album!

Habt ihr eine besondere Beziehung zu Deutschland?
Ja, wir sind hier in der Vergangenheit viel herumgetourt. Ich erinnere mich besonders gut an die Zeit, als wir mit Robbie Williams gemeinsam hier waren. Wir waren über zwei Monate hier unterwegs und haben damals riesen Shows gespielt wie beispielsweise Hockenheimring und einige Festivals. Ich war auch ein paar Mal in Berlin und habe da aufgelegt. Ich liebe die Stadt. Die haben da tolle Sehenswürdigkeiten und tolle Clubs.

Lasst uns über euer aktuelles Album reden. Warum ist es ein Remix-Album geworden?
Wir haben im letzten Jahr damit angefangen und festgestellt, dass dieser Prozess ein ganz anderer ist. Wir wollten mit dem Album abbilden, wie alles mit allem verbunden ist. Alles geht Hand in Hand – in allem. In jeder Tat, die wir tun und in jedem Wort, das wir sagen. Das ist die Aussage von diesem Werk. Wir hatten ein paar tolle Remixe und wir fanden es einfach an der Zeit, diese mit der Welt zu teilen. Wir legen noch immer viel auf und sind nach wie vor Teil der Clubszene. Wir wollten mit dem Album physisch abdecken, was wir da in den Clubs machen.

Hast du einen Lieblingsremix auf dem Album?
Schwer zu sagen. Auf der Scheibe sind insgesamt nur Remixe, die uns gefallen. Momentan stehe ich aber total auf den Martinez Brothers Remix von „Sneakin’ Toronto“.

Es geht gerade das Gerücht herum, dass ihr an einem Basement Jaxx-Musical arbeitet. Ist das wahr?
Jein, es ist zwar ein Musical, aber nicht unbedingt ein Basement Jaxx-Musical. Ich habe schon seit Jahren die Idee im Kopf ein Musical auf die Beine zu stellen und ich werde bestimmt auch Simon mit ins Boot holen. Ich möchte dabei Leute von überall aus der Welt mit dabei haben. Ich war schon immer sehr von Gesang und Theater beeindruckt und das haben wir ja schon immer in unsere Shows integriert. Deshalb hatten wir ja auch oft Bauchtänzerinnen und Roboter mit dabei. Wir mögen ausgefallene Kostüme und alles, was dazugehört. Wir haben heute übrigens auch in Japan einen Preis für die beste Liveshow gewonnen. Mein Plan ist ab Ende des Jahres mit dem Schreiben anzufangen und etwas zu entwickeln. Wir möchten ganz klassisch eine Geschichte mit Singen und Tanzen verbinden. In den nächsten Wochen haben werden wir in Holland und Belgien bei „The Night of the Proms“ mit einem Orchester dabei sein. Da werden dann über 100 Leute auf der Bühne sein. Vielleicht können wir uns von dieser Erfahrung inspirieren lassen.

Basement Jaxx: Die Briten-Derwische plaudern über ihr Remix-Album

Ihr wart in den Jahren bei extrem vielen Festivals und habt in vielen Clubs aufgelegt. Erinnert ihr euch noch an ein total abgefahrenes Erlebnis?
Das Aktuellste war letzten Samstag bei einem Auftritt in Jersey. Da war eine Frau, die ganz ergriffen meine Hände genommen hat und sie so fest gehalten hat, dass ich mich nicht mehr aus diesem Klammergriff befreien konnte. Da es ein Live-Set war, habe ich den Einsatz verpasst und es gab kurz Stille. Noch krasser als das war mal eine Show in Südafrika. Während ich „Where’s Your Head At“ performt habe bin ich irgendwie rückwärts die Bühne heruntergeflogen. Das war eine ziemliche Höhe und ich bin auf dem Betonboden aufgekommen. Dabei habe ich mir eine fette Platzwunde über der Augenbraue geholt, die stark geblutet hat. Das sah echt furchtbar aus, denn überall war Blut. Ich bin dann blutüberströmt vor dem Publikum gestanden. Die Leute und die Medien waren danach so: „Wow! Er sang ‘Where’s your head at’ und dann spritzt dann Blut aus seinem Kopf. Was für ein krasser Special Effect!“ Die dachten alle, das sei Teil der Show. Das lief sogar in den landesweiten Nachrichten. Die meinten dann: „Basement Jaxx sind heute aufgetreten und haben Rock’n’Roll eine komplett neue Bedeutung gegeben“.

Random-Star-Quenstion von Blue: Wenn du ein Tier wärst, welches wäre es und warum?
Mich haben Elefanten schon immer sehr beeindruckt. Die sind sehr stark und weise gleichzeitig. Sie achten immer sehr auf das Wohlergehen der Gruppe und sie sind auch sehr friedlich, außer wenn sie sich verteidigen müssen. Wenn ich tatsächlich ein Elefant wäre, dann wäre das ein sehr unfreies Leben, weil sie kaum noch natürliche Lebensräume haben und ständig gejagt werden. Das ist echt ein trauriger Umstand.

Dann hinterlasse mal bitte deine Random-Star-Question für den nächsten Act, den wir interviewen werden.
Hattest du schon mal Kontakt mit einem Wesen aus einer anderen Dimension?

Was machst du in der Weihnachtszeit?
Ich werde Obdachlose in einer Unterkunft besuchen und mit ihnen die Nacht in einer Kirche verbringen. Es ist das erste Mal, dass eine Kirche ihre Pforten für solch ein Projekt öffnet. Wir werden mit ihnen zusammen essen, Gespräche führen und dort übernachten. Ich habe das schon im letzten Jahr mal gemacht und es ist unglaublich die Geschichten von diesen Menschen zu erfahren und mit ihnen diesen Moment zu teilen. Manchmal fällt es einem schwer das wertzuschätzen, was wir haben. Denn wir können das alles ganz schnell ändern, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Ich kann das allen Leuten nur empfehlen das mal zu machen, denn es ist gar nicht so schlimm, wie man es sich vielleicht vorstellt. Es macht auch weitaus mehr Sinn, als die Zeit, die man mit surfen im Internet oder irgendeiner TV-Show verschwendet. Ich wette, das wird den Leuten weitaus mehr geben, als Facebook oder so eine Show im Fernsehen.

Basement Jaxx: Die Briten-Derwische plaudern über ihr Remix-Album


klatsch-tratsch.de verlost 3 Alben ‘Junto Remixed’ von Basement Jaxx

1. Um teilnehmen zu können, mußt Du Fan unserer Facebook-Seite sein!
2. Schreib uns bis zum 31. Dezember 2015 in einer Mail Deinen Facebook-Namen und im Betreff bitte ’Basement Jaxx’
Deine Mail geht an: gewinnspiel@klatsch-tratsch.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden benachrichtigt.