Sonntag, 27. Dezember 2015, 14:14 Uhr

Posse um Naidoo-Nominierung als Peinlichkeit des Jahres gekürt

Nur 48 Stunden nach der Nominierung zog der NDR seine Idee, Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest 2016 zu schicken, wieder zurück. Man sei von der Wucht der Reaktionen überrascht gewesen, urteilte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber vom NDR.

Posse um Naidoo-Nominierung als Peinlichkeit des Jahres gekürt

ARD-Programmdirektor Volker Herres wiederum distanzierte sich gleich vom Alleingang des NDR bei der Entscheidung für Naidoo. Die Posse war komplett und sowohl ARD als auch Xavier Naidoo schwer beschädigt. Für die Leser des Medienmagazins DWDL.de, dem Branchendienst der deutschen TV-Wirtschaft, ist der NDR-Alleingang bei der ESC-Nominierung die Peinlichkeit des Medienjahres 2015 und einen Super-Günter wert. Bereits seit 2008 ehren Redakteure und Autoren des Medienmagazins DWDL.de Personen, Unternehmen und Leistungen des vergangenen Jahres, die “ziemlich ui-jui-jui” sind. Mit diesen Worten hatte der ehemalige ARD-Programmdirektor Günter Struve einst eine Ausgabe von “Harald Schmidt” kritisiert. In Anerkennung dieser charmanten Kritik kürt DWDL.de jährlich die Gewinner des “Goldenen Günter.”

Die Leser des Medienmagazins wählen daraus die ultimative Peinlichkeit. Mit 19,2 Prozent der abgegebenen Stimmen landete die Posse um die ESC-Nominierung von Xavier Naidoo auf Platz 1. Mit 12,5 Prozent der Stimmen landete das gescheiterte Sat.1-Experiment “Newtopia” auf dem zweiten Platz. Für geschmackloses Clickbaiting von “TV Movie” bei Facebook stimmten 10,7 Prozent. Die Top 5 der Leserwahl zum Super-Günter komplettieren der doppelte Gender-Talk von “Hart aber Fair” (10,3 Prozent) sowie die Links-Rechts-Schwäche der “heute show” (9,5 Prozent der Stimmen).

Foto: WENN.com