Montag, 28. Dezember 2015, 16:18 Uhr

Bill Cosby: Keine Vergewaltigungen, weil er blind ist?

Ex-Serienstar Bill Cosby (78) ist sich offenbar nicht zu schade, auch vollkommen absurde Argumente in den Vergewaltigungsklagen gegen ihn vorzubringen. Wie das US-Promiportal ‚Radar Online’ angeblich aus Gerichtsdokumenten erfahren haben will, soll der Schauspieler nun anscheinend vorbringen, dass er „legal wie funktional blind“ sei.

Bill Cosby: Keine Vergewaltigungen, weil er blind ist?

Daher könne er die behaupteten sexuellen Übergriffe nicht begangen haben. Diese Argumentation hätte Cosby offenbar im Verfahren von Ex-Supermodel Beverly Johnson (63) vorgebracht. Diese beschuldigt den Schauspieler, sie in den 80ern in seinem Haus in Manhattan unter Drogen gesetzt zu haben. Dann hätte sie sich nur mit Mühe seinen aggressiven sexuellen „Avancen“ erwehren können. Die von Cosby behauptete „Blindheit“ soll sich angeblich über viele Jahre entwickelt haben.

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Laut ‚Radar Online’ sei das den 14seitigen Gerichtsdokumenten zu entnehmen. Darin wird Johnson anscheinend auch vorgeworfen, den sexuellen Übergriff nur zu Promo-Zwecken für eine Autobiographie erfunden zu haben. Aus den Papieren ist offenbar die Aussage zu entnehmen: „Mr. Cosby leidet schon seit Jahren an einem degenerativen Zustand der Augen, der sich stetig verschlechtert hat bis zu dem Punkt, dass er seit über einem Jahr legal und funktional blind ist.“ Anscheinend soll der Ex-Serienstar an grünem Star erkrankt sein, worauf die angebliche Blindheit zurückzuführen wäre. Offenbar käme auch eine abweichende Krümmung der Hornhaut hinzu. Ein angeblicher „Insider“ verriet außerdem: „Bill will kein Problem aus dem Zustand seiner Augen machen aber seine Freunde und Familie machen sich wirklich Sorgen. Ich glaube, seine Kumpel und die Familie sind durch sein glupschäugiges Auftreten stark alarmiert.“

Der renommierte New Yorker Strafrechtsanwalt Murray Richman, der auch schon Stars wie Jay Z (46) verteidigte, hat sich nun gegenüber ‚Radar Online’ zu der neuen Behauptung von Cosby geäußert. Demnach würde der Schauspieler die „Blindheitskarte zücken“, um zu zeigen, dass er anscheinend eine „Behinderung habe, die ihn körperlich daran hinderte, all dieses Dinge zu tun, die ihm vorgeworfen werden.“ Seiner Ansicht nach sei es aber ein „Bullshit-Argument“, was die „Jury nicht kaufen“ wird. In der Tat stellt sich dabei doch die Frage: Was hat die jetzige Blindheit mit den Taten von vor 43 Jahren zu tun, die Cosby vorgeworfen werden? Zu der Zeit konnte er doch noch richtig gut sehen, oder? (CS)

Foto: WENN.com