Dienstag, 29. Dezember 2015, 16:38 Uhr

Enrique Iglesias: Peitschenhiebe für versaute Show?

Am 20. Dezember performte Schmusesänger Enrique Iglesias (40) im Rahmen seiner ‚Sex and Love’-Welttour auch in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Wie immer war das Publikum dabei vor allem weiblich und vollkommen außer Rand und Band beim Anblick des heißen Spaniers.

Enrique Iglesias: Peitschenhiebe für versaute Show?

Manche Frauen konnten dann aber offenbar so gar nicht mehr an sich halten und verspürten den zwanghaften Drang, sich ihrer Unterwäsche zu entledigen. Diverse BHs flogen Enrique Iglesias schließlich entgegen. Außerdem sollen weibliche Fans auf die Bühne gerannt sein, um den Sänger zu küssen. Das berichtet unter anderem die BBC auf ihrer Webseite. Und einem gefiel diese Nachricht so überhaupt nicht, als sie ihm zu Ohren kam, nämlich Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena. Der ließ öffentlich verkünden, dass er die zuständigen Konzertveranstalter am liebsten „mit giftigen Stachelrochenschwänzen auspeitschen“ lassen würde. Damit spielte er auf eine Bestrafungsmethode an, die wohl im Mittelalter gängig war. Und weiter erklärte er: „Ich befürworte nicht, dass die unzivilisierten Frauen, die ihre Büstenhalter ausgezogen haben, ausgepeitscht werden. Aber diejenigen, die so ein Event organisieren schon. Das stellt ein schlimmes unzivilisiertes Verhalten dar, das nicht in unsere Kultur passt.“

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Sri Lanka gilt als konservativ, so dass ein solche öffentliche Zurschaustellung weiblichen Fanatismus als Skandal angesehen wird. Zudem kritisierte Sirisena die hohen Preise der Konzerttickets, die von 35 Dollar bis hin zu 250 Dollar reichten. Laut der Zeitung ‚Colombo Gazette’ verlangte er daraufhin, dass solche Events zukünftig verhindert werden müssten.

Enrique Iglesias soll sich zu den Forderungen von Maithripala Sirisena bisher noch nicht geäußert haben. Dagegen veröffentlichten die Veranstalter der Show in Colombo gestern ein Statement, in dem sie das total verrückte Verhalten der weiblichen Fans jedoch nicht ansprachen. Sie entschuldigten sich nur dafür, dass das Event etwas verspätet begonnen hätte und dafür, dass die Security versagt habe. (CS)

Foto: SIPA/WENN.com