Freitag, 01. Januar 2016, 20:41 Uhr

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Am 2. Januar, 20.15 Uhr startet die neue Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Mit dabei: Shootingstar Vanessa Mai („Wolkenfrei“). Die Schlagersängerin ist mit 23 Jahren die jüngste DSDS Jurorin, die es jemals gab. Im RTL-Interview spricht sie über ihren neuen Job, was der neue Superstar für sie haben muss und was sie 2016 noch so plant.

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Was hast du gedacht, als du das Angebot bekommen hast, in der Jury zu sitzen?
Vanessa Mai: Als ich die Anfrage in die Jury für DSDS zu kommen erhielt, habe ich mich natürlich riesig gefreut, aber ich habe mir auch sofort die Frage gestellt, was mich in meinem Alter – ich bin erst 23 Jahre – dazu berechtigt, in einer Jury zu sitzen und Menschen zu beurteilen. Deshalb habe ich auch nicht sofort zugesagt, sondern das Für und Wider abgewogen. Aber letztendlich habe ich mich dann doch dazu entschlossen, dabei zu sein. Ausschlaggebend war ein Gedanke – Ich bin vom Alter her so nah an den Kandidaten und kann ihnen ganz andere Tipps geben, aus einer ganz anderen Sichtweise, weil ich gerade selbst erlebe wie es ist am Anfang einer Karriere zu stehen.

Und hat sich das bei den Castings bestätigt, dass du näher an den Kandidaten bist als der Rest der Jury?
Ich merke tatsächlich die Nähe zu den Kandidaten, auch emotional. Ich kann mich ziemlich gut in die Kandidaten hineinversetzen, weil ich selbst eben auch noch mit all den Dingen, mit denen sie konfrontiert werden, gerade selbst konfrontiert bin. Daher kann ich dann auch mal sagen: „hey so ging es mir auch noch vor paar Monaten oder vor drei Jahren als ich angefangen habe.“ Das ist schon ein Vorteil, glaube ich, da so emotional nah dabei zu sein.

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Wäre das was für dich gewesen, bei einer Casting-Show mitzumachen?
Für mich hat sich nie die Gelegenheit ergeben, aber eine Casting-Sendung, kann meiner Meinung nach ein gutes Sprungbrett sein. Allerdings bedeutet Sprungbett auch, dass man danach im tiefen Wasser selbst weiterschwimmen muss. Und ich glaube, das ist der Fehler, den viele machen: viele, lehnen sich nach dem Finale zufrieden zurück und denken, jetzt ist alles gewonnen – aber da beginnt die Arbeit eigentlich erst.

Was kannst du den Kandidaten als Tipps mit auf den Weg geben? Was ist deine Erfahrung?
Mein wichtigster Tipp an die Kandidaten: Bleib du selbst! Man sollte sich immer wohlfühlen, in dem, was man macht. Aber man sollte auch die Ratschläge annehmen, von Menschen, die Ahnung haben und die einen weiterbringen wollen. Und man sollte fokussiert sein und die DSDS Zeit nicht als Party oder Urlaub betrachten. Natürlich ist es eine schöne Zeit und man hat Spaß und das soll man auch haben, aber man sollte keinen Moment vergessen, dass man diese einmalige Chance vielleicht nie wieder bekommt.

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Was muss der neue Superstar für dich haben?
Drei Dinge: Talent, Talent und Talent. Aber das ist bloß die Basis. wichtig ist, dass man wirklich weiter an sich arbeitet. Viele, die sich bei DSDS bewerben, haben großes Talent. Am Ende aber gewinnt der oder die, die im Laufe der Zeit das Beste aus ihrem Talent gemacht haben.

Hast du Präferenzen bei der Stilrichtung? Muss der neue Superstar Schlager singen?
Nein. Also nur weil ich jetzt Schlager singe, suche ich nicht nach dem nächsten Schlagerstar. Ich freue mich natürlich, wenn dieses Genre vertreten ist. Aber ich mag das Schubladendenken ohnedies nicht. Für mich muss die Musik berühren, Musik muss Spaß machen und dann ist das ganz egal, wie der Überbegriff auch immer heißt. Ich muss mir sagen – „WOW!“, der hat alles, was ein Star braucht oder er bringt zumindest Ansätze mit und vor allem berührt er uns, die Jury, und die Zuschauer.

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Wie klappt denn die Zusammenarbeit? Du bist ja die Jüngste in der Jury. Hast du da Probleme, dich durchzusetzen gegen die etwas älteren und erfahreneren Juroren?
Ich hatte am Anfang schon Schwierigkeiten, mich einzuordnen, muss ich ehrlich zugeben. Gerade weil ich die Jüngste bin, habe ich gespürt, dass ich meine Ellenbogen schon mal ausbreiten musste – im Sinne von „HEY, ich bin hier und habe meine Meinung und zu der stehe ich auch!“. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich vorher die Arbeit unterschätzt habe. Es sind sehr lange Arbeitstage, es ist eine sehr intensive Arbeit vor der Kamera. Das alles war eine ganz neue Erfahrung für mich. ABER ich habe gelernt und bin daran gewachsen bin sehr sehr stolz auf mich, dass ich da einfach durchgegangen bin. Ich habe mich jetzt so sehr eingelebt und es macht von Tag zu Tag ganz viel Spaß und ich fühle mich da jetzt richtig wohl. Es ist richtig toll!

Bist du denn eine strenge Jurorin?
Ich bin das lebende JA, wie Dieter so schön gesagt hat. H.P. ist das lebende Nein. Es ist also alles vertreten. Natürlich möchte ich ehrlich sein. Es bringt ja auch den Kandidaten nichts, wenn ich nicht ehrlich bin. Aber ich bin schon diejenige mit ein bisschen mehr Herz.

DSDS startet mit Runde 13: Vanessa Mai im Interview

Was sind gerade so deine eigenen aktuellen Projekte?
Im Oktober meine erste große Tour – Die Wachgeküsst-Tour 2016. Zudem werden wir am neuen Album arbeiten. Ich werde ganz viel unterwegs sein – von TV-Auftritten bis hin zu Live-Auftritten. Da freue ich mich auch sehr drauf, wieder das zu tun, was ich am aller meisten liebe: auf der Bühne zu stehen.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius. Alle Infos zu ‘Deutschland sucht den Superstar’ im Special bei RTL.de