Mittwoch, 06. Januar 2016, 18:56 Uhr

Sydney Smith: Die Giraffenfrau kann den Hals nicht lang genug kriegen

Ist das ein gesundheitsgefährdender Irrsinn oder aber Kunst? Das muss man sich wohl bei dem etwas anderen Erscheinungsbild der Kalifornierin Sydney V. Smith fragen. Die 29-Jährige wird nicht umsonst als „Giraffenfrau“ bezeichnet. Jetzt darf sie im US-Männermagazin ‘Penthouse’ posieren.

Sydney Smith: Die Giraffenfrau kann den Hals nicht lang genug kriegen

Insgesamt 15 stattliche Kupferringe (Gewicht: über drei Kilo!) zieren nämlich mittlerweile ihren Hals und sollen ihn angeblich auf etwas über 28 cm verlängert haben. Und warum das alles? Als Kind war die Amerikanerin bereits von den birmanischen Frauen des Padaung-Volkes fasziniert. Bei dem Bergvolk aus Ost-Myanmar gilt nämlich traditionell ein langer Hals als Schönheitsideal. Ganz jungen Mädchen wird daher schon der schwere Halsschmuck angelegt, um ihre Hälse in die Länge zu ziehen. Wenig verwunderlich auch, dass die Bronzespiralen auf Dauer gesundheitsschädlich sind: es kommt zu einer Deformierung der Schultern und die Halsmuskulatur schlafft ab. Auch die Reinigung eines solchen Kunstwerks gestaltet sich dann (insbesondere im schweißtreibenden Sommer) als nicht so einfach.

Aber genauso, wie die (Giraffen-)Frauen des Padaung-Volkes die Nachteile nicht wirklich zu „scheren“ scheinen, hat sich Sydney V. Smith mittlerweile ebenso damit abgefunden. Seitdem sie 2011 mit diesem gewöhnungsbedürftigen „Hobby“ (11 Kuperringe) anfing, hat sie zugegebenermaßen zwischendurch aber doch einmal Zweifel gehegt.

In einem Interview mit der ‚Huffington Post’ verriet sie: „Ich überlegte, ob ich mein ganzes Leben auf eine Halskette als Stütze angewiesen sein wollte.“ Den Ausschlag dazu, weiter an ihrem Plan festzuhalten, soll dann Lady Gaga (29) gegeben haben. Smith hätte ein Konzert von ihr gesehen, auf dem sie ihr berühmtes Kleid aus rohem Rindfleisch trug. Davon wäre die 29-Jährige so fasziniert gewesen, dass sie sich dachte: „Wenn Lady Gaga ein Fleischkleid tragen kann, dann kann ich eine Giraffen-Frau sein.“

Natürlich sind auch andere Motive nicht von der Hand zu weisen. Wie sie schon in einem früheren Interview offen zugab, verspreche sie sich mit ihrem schweren Halsschmuck auch eine Modelkarriere. Und ganz langsam scheint sich in dieser Richtung tatsächlich etwas zu tun. In der Januar-Ausgabe des amerikanischen ‚Penthouse’-Männermagazins kann die Dame als eine der „facettenreichsten, herrlichsten Frauen der modernen Welt“ bewundert werden. Und anscheinend hat Sydney V. Smith auch schon andere Frauen zu einer Nachahmung inspiriert.

Sydney Smith: Die Giraffenfrau kann den Hals nicht lang genug kriegen

Sie verriet: „Sie glauben gar nicht, wie viele Frauen mich ansprechen und fragen, wo sie sich die Kette anbringen lassen können.“ Anscheinend kreiere sie daher gerade eine eigene Schmucklinie, um diesen Wünschen gerecht zu werden. Aber damit ist es noch lange nicht zu Ende. Ehrgeizig wie die Dame ist, möchte sie nämlich offenbar austesten, wie weit sie mit ihren Halsringen gehen kann. Mit der Zeit sollen also noch ein paar hinzukommen. Ein Weg zurück ist für sie mittlerweile ausgeschlossen: „Ich betrachte mich als eine der Padaung-Frauen und habe mich dafür entschieden, die Kupferringe bis zum Lebensende zu tragen. Ich habe bereits den Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr zurückkehren kann. Wenn es nicht aus lebensgefährdenden Gründen ist, sehe ich keinen Grund, meine Halsringe jemals wieder auszuziehen.“ (CS)