Montag, 11. Januar 2016, 13:43 Uhr

David Bowie war über 500 Mal in den Deutschen Charts platziert

Mit David Bowie verstarb am Sonntag einer der größten Musiker aller Zeiten (wir berichteten) Bei Deutschlands Musikfans hat der britische Sänger, der längere Zeit in Berlin lebte, eine besondere Stellung inne.

David Bowie war über 500 Mal in den Deutschen Charts platziert

Das zeigen eindrucksvoll auch die aktuellen Musikverkäufe vom Wochenende. Sein 25. Studiowerk „Blackstar“ legte einen guten Start hin und könnte Ende dieser Woche sogar an der Spitze der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment, landen. Es wäre seine zweite Nummer eins nach „The Next Day“ (2013). In den vergangenen Jahren hat der Tod namhafter Künstler häufig zu einem Anstieg der Tonträgerkäufe geführt. Michael Jackson kehrte 2009 postum mit neun Alben in die Top 100 zurück; ähnlich groß war die Fan-Reaktion bei Amy Winehouse, Whitney Houston, Udo Jürgens und Joe Cocker.

Mehr: David Bowies „Blackstar“ sind 42 Minuten schwere Kost

Rechnet man sämtliche Charterfolge zusammen, war David Bowie zusammengerechnet über 500 Mal in den Offiziellen Deutschen Charts vertreten. Davon entfallen 284 Platzierungen auf das Album-Ranking und 269 Platzierungen auf die Single-Hitliste. Insgesamt brachte das Multitalent 24 Alben und 27 Songs unter. Sein Chartdebüt feierte Bowie im Jahr 1973 mit dem Titel „The Jean Genie“. Den größten Erfolg erreichte er mit „Let’s Dance“. Keines seiner Alben war länger in den Charts (36 Wochen), keine Single stieg höher (Platz zwei).

David Bowie war über 500 Mal in den Deutschen Charts platziert

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und liefern damit ein einzigartiges Bild des deutschen Musikmarktes. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.

Fotos: SonyMusic