Dienstag, 12. Januar 2016, 9:11 Uhr

Dschungelcamp-Steckbrief: Thorsten Legat (6)

‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus‘ startet Freitagabend um 21.15 Uhr bei RTL. Bis dahin stellen wir die 12 Teilnehmer der Jubiläumsstaffel vor.

Dschungelcamp-Steckbrief: Thorsten Legat (6)

Diesmal sind dabei: Brigitte Nielsen (52), Sänger Jürgen Milski (52), Sänger Menderes Bagci (31), Schauspielerin und Ich-Darstellerin Jenny Elvers (43). benso dabei Sänger Gunter Gabriel (73), RTL-TV-„Anwältin“ Helena Fürst (41), Ex-Talker Ricky Harris (53), Model und Ich-Darstellerin Sophia Wollersheim (28), Ex-„Köln 50667-Darsteller David Ortega (30), GNTM-Model Nathalie Volk (19), Schauspieler Rolf Zacher (74) und Ex-Fußballer Thorsten Legat (47) sind dabei.

Als Thorsten Legat am 7. November 1968 in Bochum geboren wurde, ahnte niemand, dass dem Sohn eines Bergmanns ein Leben in der Gefühls-Achterbahn bevorstand. Thorsten Legat (47), wurde als Kind vom eigenen Vater missbraucht. Früh versuchte er sich zu wehren gegen die häuslichen Übergriffe durch seinen alkoholkranken Erzeuger. Doch was kann ein schwaches Kind schon ausrichten?

Also bemühte er sich, sich körperlich zu verbessern, begann neben dem Fußball mit Kampfsport und – unterstützend – mit Bodybuilding. Das zahlte sich für ihn aus. Aus dem einstigen „Hungerhaken“ wurde ein Kraftpaket und Modellathlet.

Dschungelcamp-Steckbrief: Thorsten Legat (6)

„Zlatan Ibrahimovic hatte auch keine glückliche Jugend und kam dadurch zum Kampfsport“, betrachtet Legat den Superstar des französischen Topklubs Paris St.Germain heute als Beweis dafür, dass man trotz unterschiedlichster Schicksalsschläge seine Ziele nicht aus den Augen verlieren sollte. Auch – und wohl gerade – deshalb schaffte es Thorsten Legat zum Spitzenspieler der Bundesliga. Deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger und Europapokal der Pokalsieger – die Liste seiner Erfolge in der Eliteklasse des Deutschen Profifußballs und international kann sich sehen lassen.

In 243 Bundesligaspielen für seinen Heimatverein VfL Bochum, dem SV Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und schließlich Schalke 04 verdiente er sich aufgrund seiner Athletik, Dynamik und seinem unnachgiebigem Engagement den Titel „Härtester Hund der Liga“ – gekürt von der Zeitschrift „11 Freunde“.

Als er im Jahr 2014 begann, sein Buch „Wenn das Leben foul spielt“ zu schreiben, um damit auch ein Stück weit die fürchterlichen Geschehnisse seiner Jugendzeit zu verarbeiten, beschrieb er eindrucksvoll, warum er so ein harter Hund wurde. „Anfangs habe ich in jedem Gegenspieler meinen Vater gesehen und nur gedacht: Den haust du um!“ Doch letztlich hatte er sich jederzeit im Griff, ein Verdienst auch Hermann Garlands. Der heutige Assistent Pep Gardiolas beim FC Bayern München war in seinen Anfängen auch als Jugendtrainer, später dann Cheftrainer beim VfL Bochum. Er nahm den jungen Thorsten unter seine Fittiche, förderte ihn – aber sagte Legat in seiner rauhen aber herzlichen Art auch seine Meinung, wenn der sich nicht richtig engagierte. „Wenn Du nicht zurück willst auf die Strasse, dann musst Du kämpfen, kämpfen, kämpfen. Also beweg Deinen Arsch.“


„Der Hermann hat mich letztlich dazu gebracht, dass ich ein erfolgreicher Fußballer wurde“, sagt Legat zu dem Bochumer Urgestein von einst. „Ohne ihn hätte ich es nicht geschafft.“ Dass er es letztlich gepackt hat, obwohl er unter einem kaum vorstellbaren Trauma litt, zeigen ihm nach wie vor die Fans, die ihm immer noch freundlich gesonnen sind. „Legat-Power“ – ein Banner, dass in vielen Stadien der Bundesliga hing, wenn Thorsten Legat zu seinen unnachahmlichen Flankenläufen antrat, ist nicht vergessen.

Inzwischen genießt er als Privatmann, verheiratet mit Alexandra und Vater zweier Jungs (Nico-Thorsten und Leon), weiterhin die Zuneigung seiner Anhänger. Legat, der es durch seine Fitness-Passion auch heute noch mit jedem aktiven Fußballer aufnehmen könnte, wäre da nicht sein lädiertes Knie, das ihn einst bei Schalke 04 zum Ausstieg aus dem Profifußball zwang, arbeitet auch wieder als Trainer. Momentan beim FC Remscheid, den er vor dem Abstieg bewahren will. Kein leichtes Unterfangen, wie er erkennen musste und deshalb griff er auch schon mal zu den bei Fußballern unmissverständlichen Formulierungen: „Wenn wir das schaffen wollen, dann brauche ich hier Leute mit Eier inne Buchse“.

Kein Zweifel, da sprach der Junge aus dem Kohlenpott – und dafür lieben sie ihn. Es ist seine authentische Art, die ihn die Zuneigung der Fans erfahren lässt.. Man muss nur die Social-Media-Kanäle näher betrachten. Dort hat Thorsten Legat längst Kult-Charakter.

Dschungelcamp-Steckbrief: Thorsten Legat (6)

Warum Legat nun ins Pritschenlager an der australischen Ostküste zieht, erzählte er im Interview mit RTL: „Ich war neun Jahre lang Fan dieser Sendung und habe sie mir jeden Tag zusammen mit meiner Familie im Fernsehen angeschaut. Da habe ich mir immer gedacht, wie schön es wäre, wenn ich selbst einmal vor Ort sein könnte.“ Die Familie werde mitfiebern und hoffen, dass er gut abschneide. “So wie ich mich kenne, bin ich ein absoluter Fighter.“

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Legat erklärte weiter: „Ich habe jahrelang unter höchsten Druck gelitten – im Fußball, aber auch in der Familie durch meinen Vater. Ich glaube, erschüttern kann mich gar nichts mehr. Ich habe auch vor nichts Angst. Aber ich habe großen Respekt vor dem Dschungelcamp. Aber so wie ich mich einschätze, kann ich für alle im Camp ein Vorbild sein.“

Seit Jahren beschäftigt er sich “tagtäglich mit Fitness. Habe viele Jahre lang Kampfsport gemacht. Dementsprechend werde ich die Langweile und den Hunger durch Training meistern. Es gibt ja Baumstämme und Äste, an denen man mal Klimmzüge machen kann. Das ist meine Strategie, um dort zu überleben.“

Fotos: WENN.com, RTL/Stefan Gregrowius