Dienstag, 12. Januar 2016, 12:43 Uhr

"The Voice"-Siegerin Jamie-Lee will zum Eurovision Song Contest

Jamie-Lee Kriewitz, im Dezember 2015 Siegerin der ProSiebenSat.1-Show ‘The Voice of Germany‘, will für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC).

"The Voice"-Siegerin Jamie-Lee will zum Eurovision Song Contest

Die 17-jährige Schülerin aus der Nähe von Hannover ist eine von zehn Kandidaten, die beim deutschen Vorentscheid mit dem Titel “Eurovision Song Contest 2016 – Unser Lied für Stockholm” gegeneinander antreten, wie der zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) mitteilte. “Ich würde gerne Deutschland beim ESC vertreten! Für mich persönlich wäre es eine krasse Erfahrung, an die ich vor einem Jahr nicht mal im Traum gedacht hätte. Eine Manga-Voice aus Deutschland mit dem Support der Fanta4 im internationalen Wettbewerb – das wäre für mich der Hit!”

Zehn Acts treten nunmehr an, einer wird am 14. Mai für Deutschland beim ESC in Schweden auf der Bühne stehen: Avantasia (Foto ganz unten), Alex Diehl, Ella Endlich, Gregorian, Jamie-Lee Kriewitz, Joco zweites Foto), Keoma, Laura Pinski, Luxuslärm oder Woods of Birnam. Sie alle stellen in der Live-Sendung “Eurovision Song Contest 2016 – Unser Lied für Stockholm” am Donnerstag, 25. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten ihren Beitrag vor. Die Fernseh-Zuschauerinnen und -Zuschauer wählen in zwei Durchgängen ihren Favoriten. Abgestimmt werden kann per Telefon, SMS und zum ersten Mal auch über die offizielle Eurovisions-App (vorausgesetzt, der User ist in Deutschland registriert). Durch die zweistündige Show aus Köln führt Barbara Schöneberger.

Im Vorjahr hatte es beim ESC-Finale in Wien für Deutschlands Kandidatin Ann Sophie aus Hamburg null Punkte gegeben. Der Schwede Måns Zelmerlöw gewann den Wettbewerb. Deswegen ist der Austragungsort jetzt Stockholm.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von “Eurovision Song Contest 2016 – Unser Lied für Stockholm” wurden von Vertretern der jungen ARD-Radios (Aditya Sharma/Fritz, Andreas Zagelow/Sputnik), des NDR (Carola Conze/Thomas Schreiber), der Musiklabels (Tom Bohne/Universal Music, Nico Gössel-Hain/Sony Music, Steffen Müller/Warner Music) und Independents (Konrad von Löhneysen/Embassy of Music) sowie der Produktionsfirma Brainpool (Claudia Gliedt/Jörg Grabosch) ausgesucht. Kriterien waren vor allem das jeweilige Lied, dessen Erfolgschance in dem internationalen Wettbewerb und die Genrevielfalt. Zur Auswahl standen alle knapp 150 Vorschläge, die von ARD-Radios, Plattenlabels, Produzenten, Musikverlagen, Künstlermanagern sowie Künstlerinnen und Künstlern eingegangen waren. Für die Inszenierung der zehn ausgewählten Songs in der Show werden voraussichtlich Ideen aus verschiedenen Studiengängen an Film- und Kunsthochschulen aus Deutschland berücksichtigt, die derzeit noch an ihren Entwürfen arbeiten.

"The Voice"-Siegerin Jamie-Lee will zum Eurovision Song Contest

Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator, sagte: “Die Bandbreite reicht vom Liedermacher mit Gitarre über Schlager bis zu Metal, von der Manga-Stimme über deutschen Pop bis zu einem jungen Indie-Duo – ich freue mich über die Vielfalt und Buntheit des deutschen ESC-Vorentscheides. Bei unseren intensiven Anhör- und Diskussionsrunden war uns wichtig, viele Genres abzubilden, aber auch, die internationalen Chancen der Titel sowie Gesang und Auftritt der Acts vor einem großen Publikum auf der Bühne in Köln und in Stockholm einzuschätzen. Ich danke allen sehr herzlich, die Songs für den ESC vorgeschlagen haben! Und bei manchen Künstlern, mit denen wir für den ESC 2016 aus unterschiedlichen Gründen nicht zusammengekommen sind, hoffe ich auf den ESC 2017.”

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"The Voice"-Siegerin Jamie-Lee will zum Eurovision Song Contest

Fotos: NDR/Universal Music/Michael Zargarinejad, NDR/Sonymusic/Benedikt Schnermann, NDR/ALEX KUEHR,