Freitag, 15. Januar 2016, 16:00 Uhr

David Bowie führt die deutschen Charts an

Das Chamäleon der Popmusik mischt auch nach seinem Tod die Szene auf: Mit dem 25. Studiowerk „Blackstar“ klettert David Bowie postum auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment.

David Bowie führt die deutschen Charts an

Es ist das zweite Mal nach „The Next Day“ (2013), dass der am Sonntag verstorbene Sänger die Hitliste anführt. Neben fünf seiner Alben steigen auch sechs Bowie-Singles ein, von denen „Heroes“ (19) und „Space Oddity“ (40) am besten abschneiden.

Nach dem beschaulichen Jahresbeginn mit nur einem New Entry wird die Album-Taktfrequenz wieder erhöht. Das sächsische DJ-Duo Gestört aber GeiL, das in den kommenden Wochen auf Tour geht, schießt mit der gleichnamigen Debütplatte von null auf zwei. Deutschrapper B-Tight ist an sechster Stelle „Born 2 B-Tight“, während die aus Florian Silbereisen, Jan Smit und Christoff bestehende Schlagergroup Klubbb3 dahinter warnt: „Vorsicht unzensiert!“.

Adeles Vormachtstellung ist erst einmal vorbei. Die britische Sängerin zieht sich mit „25“ an die dritte Stelle zurück und gibt nach elf Nummer-eins-Wochen auch die Goldmedaille der Single-Charts ab. Neuer Spitzenreiter ist „Catch & Release (Deepend Remix)“ von US-Singer-Songwriter Matt Simons. Dahinter stehen Adeles „Hello“ und Shawn Mendes „Stitches“.

DJ Ötzi & Nik P. knüpfen mit „Geboren um dich zu lieben“ an ihren Mega-Hit „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“ an, der unglaubliche 107 Wochen platziert war. Pünktlich zum Wintereinbruch starten die beiden Österreicher, deren Songs auf keiner Après-Ski-Party fehlen dürfen, als beste Neulinge auf der Elf.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und liefern damit ein einzigartiges Bild des deutschen Musikmarktes. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.

Foto: SonyMusic