Mittwoch, 20. Januar 2016, 18:40 Uhr

George Clooney: „Minderheiten hatten früher bessere Chancen“

Die kontroverse Debatte um die Nicht-Nominierung farbiger Schauspieler bei den diesjährigen Oscars geht weiter. Und auch immer mehr weiße Hollywoodstars wie George Clooney (54) scheinen nun ihren schwarzen Kollegen beizupflichten.

George Clooney: „Minderheiten hatten früher bessere Chancen“

Der erklärte nämlich gerade in einem Interview mit dem ‚Variety’-Magazin: „Ich denke, dass Afroamerikaner tatsächlich zu Recht beanstanden, dass sie von der Filmindustrie nicht gut genug repräsentiert werden. […] Wenn man zehn Jahre zurückdenkt, machte die Academy noch einen besseren Job. Denkt mal daran, wie viel mehr Afroamerikaner da noch nominiert waren.“ 2005 gehörten unter anderem Jamie Foxx (‚Ray’), Morgan Freeman (‚Million Dollar Baby’) und Jennifer Hudson (‚Dreamgirls’) zu den Favoriten. Seiner Ansicht nach sei die momentane Entwicklung eine, die in die falsche Richtung gehe. Clooney zufolge wären bei den diesjährigen Nominierungen auf jeden Fall Will Smith (‚Concussion’) und Idris Elba (‚Beasts of No Nation’) als beste Hauptdarsteller und ‚Creed – Rocky’s Legacy’ sowie ‚Straight Outta Compton’ als beste Filme übergangen worden. Dessen Regisseur John Singleton (48) hat derweil erklärt, dass ihn die diesjährige Nicht-Nominierung vieler Farbiger nicht störe.

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Seiner Ansicht nach wäre nach „Eignung und nicht nach Rasse“ ausgewählt worden. Die Nominierungen seien ohnehin „subjektiv. Es ist fast wie bei der Lotterie“, so der 48-Jährige gegenüber dem ‚Variety’-Magazin. So locker sieht das aber nicht jeder. Wie berichtet, haben Jada Pinkett Smith (44) und US-Regisseur Spike Lee (58) angekündigt, die Verleihung zu boykottieren. Mittlerweile hat außerdem auch Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong’o (32) via Instagram ihre Enttäuschung über die diesjährigen Nominierungen kundgetan…(CS)