Donnerstag, 21. Januar 2016, 20:39 Uhr

Quentin Tarantino: 8 Hauptdarsteller im 8. Film - 8 neue Fakten

Kultregisseur Quentin Tarantino empfindet das Filmemachen als erotischen Akt. “Am Ende ist Film nichts anderes als der Versuch, die guten Momente, die man beim Sex – hoffentlich oft – hat, auf andere Art wiederzuerwecken”, sagte der 52-Jährige im Interview mit der Illustrierten ‘Gala’.

Quentin Tarantino: 8 Hauptdarsteller im 8. Film - 8 neue Fakten

“Dreharbeiten haben sehr viel mit intimer Kommunikation zu tun. Und das empfinde ich als ziemlich sexy.” Für den Western-Thriller “The Hateful 8”, der am 28. Januar hierzulande anläuft, drehte er in knisternder Stimmung “mit acht fantastischen Schauspielern” über mehrere Wochen seinen “vielleicht bisher besten” Film, so Tarantino. Die acht Hauptpersonen sind eine Frau und sieben Männer; neben Jennifer Jason Leigh spielen unter anderem Samuel L. Jackson und Kurt Russell.

Auch mit seinem neuen Meisterwerk unterstreicht der Regisseur seinen Kultstatus. Wir stellen heute acht kuriose Facts über Mr. Tarantino vor.

Nicht ohne Rio Bravo!
Sein Lieblingsregisseur ist Howard Hawks, der den Western „Rio Bravo“ inszenierte, einer von Tarantinos absoluten Lieblingsfilmen. Und da ist natürlich klar, dass auch die Frau an Tarantinos Seite dieses filmische Highlight würdigen muss. Aus diesem Grund zeigte er potentiellen Freundinnen den Film, um ihre Verträglichkeit zu testen. Was mit den Frauen passierte, die Tarantinos Begeisterung nicht teilten, ist nicht überliefert.

Quentin Tarantino: 8 Hauptdarsteller im 8. Film - 8 neue Fakten

Auf die Plätze!
Quentin Tarantino machte schon früh Bekanntschaft mit der Filmindustrie. So wurde er bereits im zarten Alter von 16 Jahren Platzanweiser im Pussycat Theater in Torrance, Kalifornien – ein Kino, das Pornos zeigte. Tarantino soll damals bezüglich seines wahren Alters gelogen haben, um den Job zu bekommen.

Kreativ im Archiv
In einem Videoarchiv in Manhattan Beach, Kalifornien, arbeitete Quentin Tarantino von 1985 bis 1990 und wurde im Ort schnell bekannt für sein großes Filmwissen, vor allem im Bereich Weltkino. Er gab meist individuelle Videoempfehlungen, die auf die Interessen der Kunden zutrafen. In den fünf Jahren, die er dort arbeitete, entwickelte Tarantino unter anderem die Drehbücher zu seinen Kultfilmen „Reservoir Dogs“, „True Romance“ und „Natural Born Killers“.

Das erste Mal
„Captain Peachfuzz and the Anchovy Bandit“, so lautet der Titel von Tarantinos erstem Drehbuch. Übersetzt bedeutet er in etwa so viel wie „Kapitän Pfirsichflaum und der Sardellenbandit“. Geschrieben wurde es bereits 1985, als Tarantino gerade mal 22 Jahre jung war. Verfilmt wurde es bis heute allerdings nicht.

Zigaretten und Müsli
Tarantino hasst Product Placement. Deshalb gibt es in seinen Filmen auch keins zu sehen – bis auf zwei Ausnahmen. Immer wieder rauchen die Charaktere in seinen Werken Zigaretten der Marke Red Apple und essen Müsli von Fruit Brute. Jedoch wird man in amerikanischen Kiosken vergebens nach Red Apple-Fluppen suchen, da sie ein Hirngespinst Tarantinos sind. Und auch die ehemaligen real existierenden Fruit Brutes sind nicht mehr erhältlich.

Bond, James Bond
In der US-Talkshow „The Tonight Show with Jay Leno“ erklärte Quentin Tarantino den 007-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ zu seinem Lieblings-Bond-Film. Außerdem gab Tarantino einmal bekannt, an irgendeinem Punkt in seiner Karriere einen Bond-Film inszenieren zu wollen. Wir dürfen gespannt sein.

Quentin Tarantino: 8 Haupdarsteller im 8. Film - 8 neue Facts

Niedriger Arbeitslohn
Für „Sin City“ drehte Quentin Tarantino eine Szene als Gastregisseur – für einen Arbeitslohn von nur einem US-Dollar. Der Grund: „Sin City“ wurde von seinem Kumpel Robert Rodriguez gedreht, der zuvor – ebenfalls für einen Dollar – den Soundtrack zu Tarantinos erstem „Kill Bill“-Film beisteuerte.

Überraschende Post
Die Eingangsszene in „Reservoir Dogs“ ist legendär: In einem Restaurant sitzen acht Männer und unterhalten sich ausufernd über den Song „Like A Virgin“ von Madonna. Nachdem die Sängerin den Film gesehen hatte, ließ sie Tarantino eine ganz besondere Nachricht zukommen. Sie schickte dem Regisseur ihr Album „Erotica“ und schrieb als Botschaft: „To Quentin. It’s not about dick, it’s about love.“

Auch Quentin Tarantinos 8ter Film THE HATEFUL 8 wird für viel Gesprächsstoff sorgen und sicherlich die eine oder andere Anekdote zum Vorschein bringen – ab 28. Januar im Kino, in wenigen ausgewählten Kinos auch in der 70mm-Roadshow-Fassung! Hier gibt’s mehr dazu!

Fotos: Universum