Donnerstag, 21. Januar 2016, 19:48 Uhr

Will Smith boykottiert nun auch die Oscars

Ein neuer Tag, ein neuer Oscar-Boykott: Nun zeigt auch Hollywoodstar Will Smith (47) dem begehrten Filmpreis die kalte Schulter. Wie er in einem ‚ABC News’-Interview verkündete, werde er, genauso wie seine Gattin Jada Pinkett Smith (44), die Oscar-Verleihung am 28. Februar boykottieren.

Will Smith boykottiert nun auch die Oscars

Auf die Frage, ob er hingehen werde, verriet er: „Nein. Meine Frau geht nicht. Es wäre komisch, da mit Charlize [Theron] aufzutauchen“ witzelte er. Und er fügte hinzu: „Wir haben das diskutiert…Wir sind Teil dieser Community. Aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt fühlen wir uns nicht wohl damit, dort zu stehen und zu erklären, dass das ok ist.“ Seiner Ansicht nach würden die Oscar-Nominierungen die Multikulturalität der USA nicht reflektieren. Will Smith hatte eigentlich damit gerechnet, für seine Rolle im Film ‚Concussion’ (deutsch: ‚Erschütternde Wahrheit’) als Hauptdarsteller nominiert zu werden. Das wurde ihm aber leider versagt.

Und auch andere farbige Schauspieler wurden dieses Jahr bekannterweise nicht berücksichtigt. Er selbst sehe die ganze Angelegenheit auf diese Weise: „Die Nominierungen reflektieren die Academy. Die Academy reflektiert die Filmindustrie [Hollywood] und dann reflektiert die Industrie ganz Amerika.“ Und weiter: „Da gibt es eine Rückwärtsbewegung in Richtung Separatismus sowie rassistischer und religiöser Disharmonie und das ist nicht das Hollywood, das ich hinterlassen möchte. Das ist nicht die Filmindustrie und nicht das Amerika, das ich hinterlassen möchte.“ Seiner Ansicht nach gehe es auch um die farbigen Kinder, die diese Show anschauen und sich dadurch nicht repräsentiert fühlen.

Genauso wie US-Regisseur Spike Lee (58) (der die Oscars ebenfalls boykottiert), glaube er übrigens, dass die diesjährigen Nominierungen Teil eines viel größeren Problems in Hollywood darstellen. Auch die Zuständigen der Academy würden nämlich nicht die kulturelle Vielfalt sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter repräsentieren. Solche einseitigen Nominierungen seien das Ergebnis daraus, so Will Smith. Er sähe es nun als seine „Mission“ an, die Filmindustrie „in einer besseren Verfassung zu hinterlassen, als er sie vorgefunden“ habe, so der Schauspieler weiter. Ob ihm diese herausfordernde Aufgabe gelingt? Man wird sehen…(CS)

Foto: WENN.com