Freitag, 22. Januar 2016, 21:50 Uhr

Charlotte Rampling genervt von Oscar-Diskussion um Schwarze

Charlotte Rampling kann die Aufregung um die aktuelle Rassismus-Debatte bei den ‘Oscars’ nicht verstehen. Die Schauspielerin ist für ihre Leistung in Andrew Haighs Melodram ’45 Years’ als beste Hauptdarstellerin nominiert und tritt damit gegen Brie Larson, Jennifer Lawrence, Saoirse Ronan und Cate Blanchett an.

Charlotte Rampling genervt von Oscar-Diskussion um Schwarze

Doch wenn sie auch bei der Verleihung der Trophäe im Februar dabei sein wird, irritiert sie der angekündigte Boykott von Stars wie Will Smith und Spike Lee, die sich darüber echauffiert hatten, dass zum zweiten Mal in Folge kein einziger schwarzer Schauspieler/schwarze Schauspielerin in den wichtigen Kategorien nominiert wurde. Damit hatten sie eine neue Debatte angestoßen, die nun sogar innerhalb der ‘Academy’ diskutiert wird. Schließlich wurde ihr vorgeworfen, rassistisch zu sein.

Mehr: Will Smith boykottiert nun auch die Oscars

Rampling findet diese Aufregung wiederum rassistisch gegenüber weißen Schauspielern, wie sie im Interview mit dem französischen Radiosender ‘Europe 1’ klipp und klar erklärte: “Man kann nicht genau wissen, wie es zu diesen Nominierungen kam, aber vielleicht haben es schwarze Schauspieler dieses Jahr einfach nicht verdient, in die finale Liste aufgenommen zu werden.” (Genau so einfach wäre das eigentlich.) Auf die Frage, ob die ‘Academy’ eine Quote für schwarze Schauspieler einführen sollte, antwortete die Britin entschieden: “Warum sollten wir Menschen gruppieren? Heutzutage ist jeder mehr oder weniger akzeptiert. Die Menschen werden immer sagen: ‘Der da ist attraktiver’, ‘Der da ist zu schwarz’, ‘Der ist zu weiß’. Aber sollte deswegen jetzt überall eine Minderheit vertreten sein?” Wie Recht sie doch hat!

Unser Foto zeigt Rampling mit ’45 Years’-Regisseur Tom Courtenay .

Foto: A.M.P.A.S.