Freitag, 22. Januar 2016, 11:18 Uhr

Oscars: Kommt die große Preisverleihungs-Reform?

Die ‘Oscars’ sollen offenbar reformiert werden. Die Academy-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs musste sich seit Bekanntgabe der Nominierungen harsche Kritik aus der Branche anhören. Einige Künstler, darunter Darsteller und Regisseure riefen sogar zum Boykott auf und drohten, der Veranstaltung fernzubleiben.

Oscars: Kommt die große Preisverleihungs-Reform?

Zwei Jahre wurden nun ausschließlich weiße Darsteller mit Nominierungen bedacht, der Hashtag #OscarsSoWhite ist ein Dauerbrenner im Netz und zuletzt fragte sich auch Mark Ruffalo, ob er hingehe. Nun sah sich Isaacs (auf dem Foto mit Schaspieler John Krasinski) gezwungen, Änderungen im Rahmen der Verleihung anzukündigen: “Die Academy wird drastische Schritte unternehmen, die Zusammenstellung unserer Mitgliederschaft zu verändern. Für 2016 geht es um Inklusion in allen Facetten: Geschlecht, Abstammung, Ethnizität und sexuelle Orientierung.” In den nächsten Tagen treffen die Mitglieder aufeinander und diskutieren die Reform. So sollen die Nominiertenlisten ausgedehnt werden.

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Bisher variiere die Filmanzahl zwischen fünf und acht. Bei den Darstellern ist es laut ‘New York Times’ etwas komplizierter, die fünf Nominierten sind eine lange Tradition. Bei der Mitgliedschaft der Academy könnte mal allerdings einen Schritt in Richtung Zukunft wagen: So sollen Mitglieder, die lange schon nicht mehr im Geschäft tätig sind, ihr Wahlrecht verlieren und so hätten jüngere und verschiedenste Branchenmitglieder die Chance auf Mitbeteiligung. Allerdings könnte das immense Klagen nach sich ziehen, die Mitgliedschaft ist weniger Ehren- als Geldsache. Am 28. Februar 2016 werden die kleinen Goldjungen vergeben.

Foto. A.M.P.A.S.