Freitag, 22. Januar 2016, 20:16 Uhr

Tom Hardy: „Ich hätte meine eigene Mutter für Crack verkauft“

Britenstar Tom Hardy (38) ist momentan einer der gefragtesten Schauspieler in England und den USA. Zudem ist er erstmalig u.a. für seine Rolle in ‚The Revenant – der Rückkehrer’ als bester Nebendarsteller für einen Oscar nominiert.

Tom Hardy: „Ich hätte meine eigene Mutter für Crack verkauft“

In seinem Lebenslauf gab es jedoch auch eine Zeit, in der es so gar nicht danach aussah, als ob Hardy eine erfolgreiche Schauspielkarriere bevorstünde. Obwohl er aus einer guten Mittelklasse-Familie stammt, war er bereits im Alter von 13 von Halluzinogenen abhängig, wie die britische ‚Daily Mail’ berichtet. Mit 16 wurde er schließlich aus seinem Internat rausgeschmissen, weil er gestohlen hatte. Zudem war er in diesem Alter schon alkoholkrank und Crack-süchtig. Er kam immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und wurde festgenommen, weil er mit einem gestohlenen Wagen eine Spritztour machte. „Ich hätte meine eigene Mutter für Crack verkauft“, so die schockierende Aussage des Schauspielers zu dieser Zeit. Seine Süchte wurden dann auch so schlimm, dass man ihn nach einem Crack- und Kokain-Exzess 2003 im Stadtteil Soho in London in einer Lache von Blut und Erbrochenem auffand.

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Tom Hardy: „Ich hätte meine eigene Mutter für Crack verkauft“

„Das war eine Lektion für mich. Angesichts des Todes wurde ich wiedergeboren“, so der 38-Jährige. Er ging in eine Entzugsklinik und kann nun stolz von sich behaupten, über ein Jahrzehnt trocken und drogenfrei zu sein. Heute kompensiert er seine überschüssige Energie vor allem mit körperlichem Training, wie Boxen und Kampfsport. Seine Schauspielerei hätte ihm damals durch diese dunkle Zeit geholfen, so der Britenstar. Dazu wäre er zunächst hauptsächlich wegen seines Vaters gekommen, einem Romanautor. Er habe aber schnell entdeckt, dass er richtig Spaß an der Schauspielerei habe und wollte darin immer besser werden. Heute sei er glücklich, „dass ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Ich liebe es und lerne dadurch jeden Tag etwas Neues hinzu.“ Dass er derzeit so gefragt sei, bringe aber auch einige Nachteile, beispielsweise wenig Schlaf. Daheim kriege er davon momentan auch nicht so viel ab, weil sein Sohn nachts aktiv wäre.

Tom Hardy: „Ich hätte meine eigene Mutter für Crack verkauft“

Im Oktober letzten Jahres brachte seine Gattin Charlotte Riley (34) ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt. Tom Hardy hat bereits den siebenjährigen Sohn Louis aus einer früheren Beziehung mit Ex-Freundin Rachael Speed. Vater zu werden, sei für ihn eine tiefgreifende Erfahrung gewesen: „Ich würde nicht sagen, dass es mein Leben gerettet hat, aber es wurde dadurch definitv verändert“, so der Schauspieler. „Da ist der Groschen gefallen, dass da keine Zeit mehr ist, um an mich selbst und meine Bedürfnisse zu denken – […] da gibt es jetzt nämlich jemanden auf dieser Welt, für den ich mich zusammenreißen und auf etwas Wichtigeres fokussieren muss, als mich selbst.“ Daheim wäre er nicht Tommy der Schauspieler, sondern Tommy der Dad. Übrigens würde er seinen Kindern noch nicht erlauben, seine Filme zu sehen. Seinem siebenjährigen Sohn hätte er daher auch erklärt, dass er zuerst die Harry-Potter-Streifen sehen müsse. (CS)

Fotos: FOX