Donnerstag, 28. Januar 2016, 15:35 Uhr

Joseph Fiennes als Michael Jackson: "Bin genauso geschockt wie viele“

Nein, es ist wirklich kein Scherz: Wie berichtet, wird Britenstar Joseph Fiennes (45) den verstorbenen Michael Jackson in einer ‚Sky Arts’-Komödie verkörpern. Die Nachricht darüber, dass ein weißer Schauspieler die Musiklegende darstellen soll, hat bei manchen Fans einige kontroverse Diskussionen ausgelöst.

Joseph Fiennes als Michael Jackson: "Bin genauso geschockt wie viele“

Und auch der 45-Jährige selbst kann den Unmut mancher durchaus verstehen. In einem Interview mit dem US-Promiportal ‚Entertainment Tonight’ erklärte er: „Ich bin ein weißer, aus der Mittelklasse stammender Kerl aus London. Ich bin genauso schockiert, wie ihr es vielleicht seid.“ Aber zugleich konterte er allen Kritikern mit: „[Jackson] hatte definitiv ein Problem – ein Pigmentierungsproblem – und das ist etwas, was ich wirklich glaube. Seine Hautfarbe war meiner vermutlich ähnlicher, als seiner Originalhautfarbe.“

‚Elizabeth, Michael and Marlon’, so der Titel der Filmkomödie, soll im Verlauf dieses Jahres bei ‚Sky Arts’ zu sehen sein. Sie handele davon, wie sich Michael Jackson, Elizabeth Taylor und Marlon Brando nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mit einem Mietwagen auf dem Weg nach Hause machten. Sie schafften es von New York bis nach Ohio, weil Marlon Brando anscheinend immer wieder Zwischenstopps bei diversen Fast-Food-Restaurants forderte.

Joseph Fiennes als Michael Jackson: "Bin genauso geschockt wie viele“

Die ganze Geschichte basiert auf einem Artikel aus der Mai 2011er-Ausgabe der ‚Vanity Fair’. Bei der Story soll es sich aber anscheinend um eine moderne Legende handeln. Brian Cox (69) wird in der Rolle von Marlon Brando zu sehen sein, während Stockard Channing (71) Elizabeth Taylor verkörpert. Einige Mitglieder der Jackson-Familie sollen offenbar nicht gerade glücklich über das Projekt sein. Sein Neffe TJ (37) ließ verlauten: „Es beleidigt mich und meine Familie, dass mein Onkel Michael in einer Komödie rund um den Terroranschlag vom 11. September porträtiert wird.“ Weiter fügte er hinzu: „Wie alle anderen auch, war er bestürzt und traurig und versuchte zu verarbeiten, was gerade passiert ist. Nach den Geschehnissen vom 11. September blieb mein Onkel Michael eine Woche lang bei einem Familienfreund in New Jersey, bevor er wieder zurückflog. Der Rest unserer Familie nahm sofort Busse Richtung Los Angeles, nachdem es keine Flüge mehr gab. Es kam zu keiner Autoreise mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando.“

Auch ein Assistent von Elizabeth Taylor hatte zuvor übrigens gegenüber ‚Vanity Fair’ eine solche gemeinsame Fahrt dementiert. Alles also wirklich nur erfunden? Wer weiß. Joseph Fiennes ergriff im Interview mit ‚Entertainment Tonight’ aber ausdrücklich noch einmal Partei für den Film: „Er hat einen leichten Comedy-Look. Er ist in keinster Weise bösartig. Tatsächlich ist er sehr liebenswert.“ Davon kann sich ja jeder bald selbst überzeugen… Wir sind jedenfalls gepannt wie sie Jacksons verkorstes Stupsnäschen hinkriegen… (CS)

Fotos: WENN.com