Damian Hardung im Interview: "Der Club der roten Bänder" auf DVD ist da!

Montag, 01. Februar 2016, 18:14 Uhr

‘Der Club der roten Bänder’ gehört zu den Gewinnern des Deutschen Fernsehpreises 2016. Der Zuschauerliebling des Senders VOX wurde in der Kategorie „Beste Serie“ ausgezeichnet.

Damian Hardung im Interview: "Der Club der roten Bänder" auf DVD ist da!

Die tragikomischen Episoden aus dem Klinikalltag jugendlicher Patienten konnten sich erfolgreich gegen so starke Mitbewerber wie ‘Deutschland 83’ und ‘Weinberg’ durchsetzen. Darsteller Damian Hardung würdigte bei der Verleihung die autobiographische Romanvorlage von Albert Espinosa als „unvergleichliche Inspiration“. Bereits zur TV-Ausstrahlung der ersten Staffel begeisterte die neue Serie im Schnitt 2,5 Millionen Zuschauer. Seit dem 29. Januar 2016 ist der Serienhit auch fürs Home Entertainment erhältlich. Wir haben aus diesem Anlass mit Damian gesprochen und verlosen am Ende des Beitrages die 1. Staffel!

Das letzte Jahr schloss ja mit einem Überraschungserfolg ab. Wie siehst Du nun – mit etwas Abstand – den Erfolg von ‚Der Club der roten Bänder‘, das war schließlich Deine erste große Rolle!?
So ganz begriffen habe ich das immer noch nicht. Im vergangenen Jahr hat sich für mich einfach unheimlich viel verändert und entwickelt. „Club der roten Bänder“ trägt sicherlich einen großen Teil dazu bei. Rückblickend empfinde ich eine große Dankbarkeit, dass wir es geschafft haben, so viele Menschen zu berühren und emotional zu bewegen. Das hätten wir während den Dreharbeiten nie zu träumen gewagt. Eine 2. Staffel als Reaktion auf den Erfolg nimmt man natürlich gerne mit.

Jetzt erscheint die komplette erste Staffel auf DVD. Wie ist das eigentlich wenn man sich selbst sieht?
Ich glaube, dass ist für jeden Schauspieler anders. Für mich persönlich war es besonders bei den ersten Filmprojekten komisch mich selbst zu sehen und zu hören, aber man gewöhnt sich daran. Ich finde bei der Selbstbetrachtung immer etwas, das ich gerne verbessern würde oder worüber ich mich im Nachhinein ärgere. Diese Art der Selbstreflexion ist schon besonders für die Branche. Dieses sich zeigen mit seinen Stärken und Schwächen gehört nun mal zum Job.

Damian Hardung im Interview: "Der Club der roten Bänder" auf DVD ist da!

Was bedeutet Dir die Rolle?
Je länger man sich mit einer Rolle auseinandersetzt und identifiziert, desto mehr nähert man sich ihr an und schließt sie ins Herz. Man lernt alle Macken kennen und sie wertzuschätzen. Ich habe noch nie eine Rolle so lange wie Jonas gespielt, deswegen lag mir eine Rolle auch noch nie so am Herzen. Hinzu kommt, dass ich selten einen Menschen mit dieser großer, emotionaler Tiefe verkörpern durfte. Im Verlauf der Serie sammelt Jonas tiefgreifende Erfahrungen, die ihn extrem prägen und reifen lassen.

Du bist ja noch Schüler und zwar mit einem Notendurchschnitt von 0,7! Was sagen denn die Klassenkameraden zu Deinem neuen Star-Status und wie sehr hast du Dich verändert seit dem?
In der Schule geht alles so weiter wie immer. In der Schule bin ich Schüler. Und das ist auch gut so. Persönlich konnte ich durch die Rolle Jonas viele Erfahrungen durchleben und mitnehmen. Von großer Bedeutung für mich sind die Weisheiten und Ratschläge, die Albert Espinosa mit uns geteilt hat. Mein Lieblingsratschlag von ihm werde ich nie wieder vergessen: Wenn man wütend ist, muss man sich einfach selbst aufnehmen und danach anhören wie besessen und verrückt man klingt. Klappt jedes Mal, kann ich nur empfehlen.

Es wird eine zweite Staffel geben. Dann müssen ja bestimmt Deine Haare wieder ab. War das eigentlich schlimm für Dich?
Als ich vor dem Spiegel stand und die Kamera lief war es schon ein ergreifender Moment. Ich hatte nicht geglaubt wie viel Widerstand sich plötzlich aufbauen könnte und es mir erschweren würde, den Rasierer durch die Haare zu führen. Die ersten Tage war ich mir selber am Fremdesten. Die Blicke auf der Strasse verunsicherten mich. Aber es ist erstaunlich, wie schnell man sich an so etwas gewöhnt und mitleidige Blicke ausblendet. Nach den Dreharbeiten war es ungewohnt mich wieder mit Haaren zu sehen.

Wann werden die Dreharbeiten starten?
Einen genauen Termin habe ich noch nicht mitgeteilt bekommen. Für mich ist klar, dass ich jetzt erstmal mein Abitur mache und danach mich auf die 2. Staffel konzentriere.

Welche Anekdote am Set war für Dich am lustigsten?
Wir hatten viele Running Gags während des Drehs. Einmal mussten Luise, Tim, Ivo und ich so doll lachen, dass wir uns nicht mehr beruhigen konnten. Tatsächlich mussten wir 10 Minuten warten bzw. mehrmals ansetzen bevor wir die Szene ohne zu lachen durchgespielt bekamen. Den Grund weiß ich schon gar nicht mehr.

Was hat Dich am Set am meisten berührt?
Die Tanzszene mit Emma zum “Abschied” meines Beines. Es war so bewegend für mich, zum letzen Mal mit zwei Beinen zu tanzen. In diesem magischen Moment wich die tiefe Trauer einer unendlichen Glückseligkeit. Wir tanzten selbstvergessen und merkten erst als die Musik aufhörte, wie fast alle am Set weinten.

Wir sind etwas irritiert: Du willst Medizin studieren. Also doch keine Zukunftspläne als Schauspieler?
Ich liebe die Naturwissenschaften, liebe aber auch die Schauspielerei und möchte mich auch dort weiter verfeinern. Zunächst habe ich das Studium für ein Jahr verschoben, aufgrund der anstehenden 2. Staffel und weil ich noch mehr Erfahrungen als Schauspieler sammeln möchte. Ich möchte auch noch reisen und dann schau ich mal wo das Leben mich hinführt. Vielleicht kann ich ja auch Studium und Schauspielen verbinden. Das Eine schließt das Andere nicht aus.

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Wie bist Du eigentlich 2010 zum Film gekommen?
Die Mutter eines Mitschülers, die in Köln eine Kinder und Jugendschauspielschule betreibt, hat meine Mutter angesprochen, ob ich nicht zum Casting für “Die Teufelskicker” gehen möchte, da ich doch leidenschaftlich Fußball spiele. Meine Mutter glaubte, dass ich an so etwas sicher keinen Spaß hätte. Als sie mir das dann so nebenbei erzählte, bestand ich darauf, dies auszuprobieren und bin auch direkt bis ins Endcasting vorgestoßen. Es hat dann zwar nicht geklappt, aber eine Agentur ist auf mich aufmerksam geworden und hat mich unter Vertrag genommen. Und bald schon durfte ich in viele, interessante Rollen schlüpfen.

Am 17. Februar bist Du im Fernsehen in ‚Der Hodscha und die Piepenköter‘ zu sehen. Da geht es ja um den Bau einer Moschee mitten in einer deutschen Stadt. Erzähl mehr über Deine Rolle.
In der Komödie „Der Hodscha und die Piepenkötter“ spiele ich Patrick, den Sohn der Bürgermeisterin. Während die Bürgermeisterin Streit mit dem neuen Hodscha über den geplanten Moscheebau hat, freundet sich Patrick mit der Tochter des Hodschas an. Diese zwei gegensätzlich verlaufenden Handlungsstränge sorgen für reichlich Humor. Patrick ist ein Rebell und ist, obwohl er seiner Mutter intellektuell unterlegen sein mag, das moralische Gegengewicht. Durch seinen Kontakt zur Tochter des Hodscha lernt er Multikulti wertzuschätzen. Ein sehr komischer und hochaktueller Film – wirklich sehenswert.

Damian Hardung im Interview: "Der Club der roten Bänder" auf DVD ist da!

Welche Filme schaust Du Dir privat am liebsten an?
Ich bin da nicht festgelegt. Ich liebe einige amerikanische Serien und gehe sehr oft ins Kino. Dabei ist jedes Genre mir lieb wenn eine gute Geschichte dahintersteht und die Schauspieler authentisch und mit grosser Ausstrahlung ihre Rollen ausfüllen. Ich muss zugeben ich bin von klein an ein großer Star Wars Fan und habe dem „Erwachen der Macht“ entgegengefiebert.

Deine Fanbase dürfte sich nach dem „Club“ ja enorm vergrößert haben. Was sagen denn die Mädchen zu Dir, wenn Sie Dich ansprechen?
Da ich wieder mit Haaren herumlaufe sind es nicht so viele, die mich auf der Strasse wiedererkennen. Aber ab und zu höre ich dann: „Du bist doch der von der Voxserie Jonas, ne?“

Dein größter Traum?
Ich bin tatsächlich wunschlos glücklich und bin dem Leben sehr dankbar.
Ich möchte wie Jonas viel mehr im „Jetzt“ leben und nicht all zu große Pläne schmieden. Ich schau einfach mal, welche Türen sich spontan öffnen und dann trete ich ein oder auch nicht, wer weiss?

Damian Hardung im Interview: "Der Club der roten Bänder" auf DVD ist da!


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Foto: Timur Bartel, VOX/Martin Rottenkolber, Universum