Dienstag, 02. Februar 2016, 9:50 Uhr

Johnny Depp erntet Kritik von Gangster

Johnny Depp wird vorgeworfen, in James ‘Whitey’ Bulgers Biografie ‘Black Mass’ eine falsche Geschichte darzustellen. Die Kritik muss sich der Schauspieler ausgerechnet von dem Gangster selbst anhören.

Johnny Depp erntet Kritik von Gangster

Die Filmbiografie über den Mafioso, der in den 70er Jahren in Boston Angst und Schrecken verbreitete, kam 2015 in die Kinos und galt als besonders umstritten. Neuen Dokumenten zu folge, die dem Nachrichtenportal ‘Page Six’ vorliegen, schrieb der Gefängnisinsasse in mehrere Notizen seine Meinung über die Verfilmung seines Lebens nieder. Bulger hielt fest: “Johnny Depp, am Set mit seiner Freundin, spielt mich in einem Anti-Whitey-Film, der von zwei Reportern des ‘Boston Globe’ aufgemacht wurde. […] Dieser Film ist pure Fiktion!” Zwar sei eine Ähnlichkeit zwischen Depp und dem Straftäter unverkennbar, doch mehr sei an dem Film nicht dran. “Johnny Depp hat sich einen Film über mich ausgedacht. Ich sah aber mal so aus wie er im Film”, so ‘Whitey’.

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Der Bostoner Gangster wurde 2011 festgenommen und für elf Morde angeklagt, nachdem er 16 Jahre auf der Flucht war. Schon mehrere Autoren und Filmemacher nahmen sich seiner Geschichte an, den größten Bekanntheitsgrad erhielt wohl ‘Black Mass’. Doch schon während der Planung des Streifens zeigte sich Bulger nicht überzeugt. In einem Interview im Sommer 2015 sprach der Anwalt des Verbrechers seine Abneigung gegenüber dem ‘People’ Magazin aus. Damals hieß es, Bulger wolle sich weder mit Depp treffen, um die Story zu besprechen, noch wolle er den Film jemals sehen. Doch das hat sich jetzt offensichtlich geändert.

Foto: WENN.com