Donnerstag, 04. Februar 2016, 14:26 Uhr

Köln lacht: Straßenkarneval mit großem Polizeiaufgebot gestartet

Mit strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Donnerstag der Straßenkarneval begonnen. Trotz der Übergriffe in der Silvesternacht in Köln und einer abstrakten Terrorgefahr wollen sich die Karnevalisten das Feiern bis Aschermittwoch nicht vermiesen lassen.

Köln lacht: Straßenkarneval mit großem Polizeiaufgebot gestartet

Allerdings waren etwa in Köln deutlich weniger Menschen als sonst unterwegs – was aber auch mit dem strömenden Regen zu tun haben könnte. Allein in Köln sind in diesem Jahr an Weiberfastnacht 2500 Polizisten unterwegs, dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat die Stadt die tollen Tage zu einer Bewährungsprobe erklärt. “Wir haben alle Voraussetzungen, die menschenmöglich sind, dafür geschaffen”, versicherte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) im WDR-Fernsehen.

Das närrische Treiben nahm wie gewohnt seinen Lauf. In Köln zählte das Dreigestirn die letzten Sekunden bis 11.11 Uhr ab und eröffnete dann offiziell den Straßenkarneval. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus. In Mainz versammelten sich um 11.11 Uhr Jecken rund um den Fastnachtsbrunnen in der Innenstadt.

Köln lacht: Straßenkarneval mit großem Polizeiaufgebot gestartet

Die Jungfrau des Kölner Dreigestirns, dieses Jahr verkörpert von Jörg Hertzner, gab in Anspielung auf die Silvester-Ereignisse die Parole aus: «Ganz viel Bützen (Küsschen geben), aber das Spitzenhöschen bleibt unantastbar!» Bauer Anton vom Dreigestirn beteuerte, die starke Polizeipräsenz wirke sich keineswegs negativ auf die Stimmung aus: «Das gibt einem ein schönes Gefühl der Sicherheit.» Das Festkomitee Kölner Karneval räumte ein, dass weniger Menschen als sonst an Weiberfastnacht unterwegs seien.

Auch in Baden-Württemberg starteten die Narren bei nasskaltem Wetter in die heiße Phase der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Die Narren befreien dort traditionell Schulen und Kindergärten, stellen bunt geschmückte Narrenbäume auf und stürmen die Rathäuser. (dpa)


Fotos: Maja Hitij, Oliver Berg