Amy Poehler und Tina Frey schmeißen eine Party – schrill, laut, ordinär

Dienstag, 9. Februar 2016, 21:57 Uhr


Statt halbstarker Jugendlicher lässt Jason Moore in ‚Sisters‘ (startet am Donnerstag) frustrierte 40-Jährige die Party ihres Lebens schmeißen. Comedy-Stars Tina Fey und Amy Poehler zeigen darin, dass sie den Teenagern in nichts nachstehen.

Amy Poehler und Tina Frey schmeißen eine Party - schrill, laut, ordinär

Es ist ein Schicksal, das so manch einen ausgerechnet in der Mid-Life-Crisis ereilt. Wenn die erste Ehe bereits gescheitert, das Kind fast aus dem Haus ist – dann geraten auch noch die Grundfesten aus Kindheitstagen ins Wanken: Die Eltern wollen das einstige Familiendomizil verkaufen. Das erschüttert die zwar inzwischen erwachsenen, aber doch der Vergangenheit verhafteten Kinder – zumindest in Jason Moores Komödie.

Die Titelheldinnen, gespielt von den Comedy-Stars Tina Fey und Amy Poehler, lassen sich davon nicht kleinkriegen.

Natürlich ist es die ordentliche, vernünftige Maura (Poehler), der die Eltern (James Brolin und Dianne Wiest) per Skype zuerst erzählen, dass sie das Familienhaus in Orlando verkaufen wollen, um in eine Wohnung in einer Seniorenresidenz zu ziehen.

Im gleichen Gespräch bitten sie sie dann auch gleich noch, ihrer Schwester Kate (Fey) die Nachricht zu überbringen nebst der Ansage, dass die Schwestern doch bitte ihre Mädchenzimmer ausräumen sollen. Als die Krankenschwester Maura Einspruch erheben will, nutzen die agilen Eltern die moderne Technik für sich: Sie erstarren und geben damit vor, dass die Bild-Verbindung eingefroren ist.

Amy Poehler und Tina Frey schmeißen eine Party - schrill, laut, ordinär

Die chaotische, arbeitslose Kosmetikerin Kate behandelt derweil im Badezimmer ihrer Freundin einen Privatkunden, verärgert ihre jugendliche Tochter, die es satt hat, für ihre Mutter Verantwortung zu übernehmen, und wird wenig später von ihrer Freundin, bei der sie Unterschlupf gefunden hat, rausgeschmissen. Da kommt der Anruf von Maura gerade recht, die anbietet, den Flug nach Orlando zu übernehmen.

Schon am Flughafen gerät das Wiedersehen zu einem hysterischen Spektakel, das sich bei der Autofahrt und den ersten Treffen mit alten und neuen Nachbarsjungen und Freunden fortsetzt. Der erste Schock kommt dann bei der Ankunft am einstigen Familiendomizil: Dort prangt bereits das Schild „Sold“ („Verkauft“). Nach kurzem Aufbegehren fügen sich Maura und Kate ihrem Schicksal und schwelgen inmitten von Michael-Fox-Postern, Kuscheltieren und sonstigen Kinder- und Jugenddevotionalien in Erinnerungen.

Amy Poehler und Tina Frey schmeißen eine Party - schrill, laut, ordinär

Spätestens wenn sie sich gegenseitig aus ihren damaligen Tagebüchern vorlesen, werden die Unterschiede zwischen den beiden Schwestern überdeutlich: Kate – Party-Girl und Sex fixiert, Maura – verantwortungsbewusst, sozial, das Mauerblümchen. Eigenschaften, die sich bis heute gefestigt haben. Trotzdem beschließen sie, sich gebührend von dem Haus zu verabschieden: mit der ultimativen Party wie in Jugendtagen.

Nach anfänglicher Langeweile, Schmusesongs von Simply Red und Gesprächen über Kindererziehung verordnen die Schwestern den Gästen per Lautsprecheransage eine Party aus Highschool-Jahren. Und genau die feiern sie auch mit reichlich Alkohol, sonstigen Drogen, alten Feindschaften und Rivalitäten und natürlich Anbandelung zwischen den Geschlechtern.

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Einzig Maura und Kate tauschen die Rollen, denn erstmals übernimmt Kate die Party-Mum und bleibt nüchtern. Was zu einer überraschenden Wendung führt, nachdem das Haus so gut wie demoliert ist.

In ‚Sisters‘ ist alles zu schrill, zu laut, zu ordinär. Wären da nicht die beiden überdrehten, aber doch sympathischen Protagonistinnen und ihre Darstellerinnen Fey und Poehler. Würden sie sich nicht so schambefreit in jede noch so peinliche Situation werfen, würde dieser Film zu einem flachen Highschool-Party-Komödien-Abklatsch geraten. Ob ‚Saturday Night Live‘-Autorin Paula Pell und ‚Pitch Perfect‘-Regisseur Jason Moore ihre Stars allein strahlen lassen wollten, als sie das wenig inspirierte Drehbuch und die entsprechende Inszenierung auf die Leinwand brachten? Die Geschichte hätte mehr Potenzial – so bleibt es eine amüsante Komödie. (dpa)

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Fotos: Universal Pictures



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