Mittwoch, 10. Februar 2016, 22:03 Uhr

Oscars: Schluss mit den Danksagungen an die Liebsten

Bei den diesjährigen Oscars wird etwas Entscheidendes fehlen. Wurde in den letzten Jahrzehnten in der Nachberichtserstattung der Fokus auf die oft emotionalen, lustigen oder rührenden Dankesreden der Stars gelegt, soll in diesem Jahr alles auf Wesentliche reduziert werden.

Oscars: Schluss mit den Danksagungen an die Liebsten

So gibt es laut des ‘Time’-Magazins nun eine Zensur der Danksagungen, denn die Menschen, die den Stars am wichtigsten sind, sollen namentlich eingeblendet werden, um die kostbare Redezeit zu verkürzen. Die Zeremonie dauert ohnehin schon vier Stunden, für die Liebsten soll nun kein Platz mehr gemacht werden. Das beruht auf der Entscheidung der ‘Academy of Motion Picture Arts and Sciences’, die der Veranstaltung damit wohl jegliche Form der Spontanität nehmen möchte. Denn die Namen, derer gedankt werden soll, werden vorher von den Stars verlangt, sodass sie beim Fall eines Triumphs eingeblendet werden können.

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In der Vergangenheit wurde die strenge 45-Sekunden-Regel schließlich auch regelmäßig ignoriert, brachte aber unvergessene Momente. Laut des Gremiums sollen sich die Preisträger auf eine Hauptbotschaft konzentrieren und die Stars hätten von vornherein mehr Zeit, um sich zu überlegen, wer ihnen denn wichtig genug sei, das erklärte der Produzent David Hill beim berühmten Lunch der Nominierten am Montag. Am 28. Februar wird die 88. Oscar-Verleihung stattfinden, diesmal dann wohl streng nach Plan.

Foto: Mark Suban / ©A.M.P.A.S.