Freitag, 12. Februar 2016, 12:16 Uhr

Anke Engelke und die Nazis in Leipzig sorgen für Ärger

Schauspielerin und Komödiantin Anke Engelke hatte bei der Eröffnung der Berlinale gestern Abend wie immer bravourös eine Hammer-Moderation hinelegt. Witzig, spritzig, zweisprachig. Sie riss Gags über die Obergrenzen-Debatte bei Flüchtlingen oder das flughafenpannengeplagte Berlin.

Anke Engelke und die Nazis in Leipzig sorgen für Ärger

Doch als sie auf George Clooneys monatelange Dreharbeiten in Berlin 2013 zu sprechen kam, gab es plötzlich keine Lacher mehr. Sie sagte: „George Clooney hat für ‚The Monuments Men‘ viele Millionen investiert, um Deutschland in Nazideutschland zu verwandeln. Dabei hätte er es billiger haben können – 180 Kilometer südlich in Leipzig“. Clooney rang sich lediglich ein gequältes Lächeln ab. Vielleicht hatte er es auch gar nicht verstanden.

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Anke Engelke und die Nazis in Leipzig sorgen für Ärger

Engelke durfte sich kurze Zeit später mit einem Shitstorm auf ihrer Facebookseite und Twitter herumärgern. So schrieben User Kommentare wie diese: „Sie sind wohl auch nicht mehr ganz sauber im Kopf, wegen 500 Legida-Idioten eine ganze Stadt öffentlich zu denunzieren“. „Was haben Sie gestern genommen? Ich hoffe, dass Sie nie wieder einen Fuß in diese Stadt setzen!“. „Bislang war ich ja immer köstlich über Ihre Witze und Anekdoten amüsiert. Jedoch der Vergleich zwischen Nazideutschland und Leipzig war nicht so treffend gewählt.“

Bleibt eine Frage offen, liebe Anke Engelke: Und was ist mit Dresden? (kt/dpa)

Fotos: ZDF/Svea Pietschmann