Freitag, 12. Februar 2016, 17:42 Uhr

Steven Gätjen präsentiert Samstag seine erste große Show

Versteckte Kamera trifft auf Preisverleihung: In “Die versteckte Kamera 2016 – Prominent reingelegt!” treten am Samstag in einer dreistündigen Live-Show aus dem Theater am Marientor in Duisburg deutsche Stars in den Wettbewerb um den besten eigenen Film mit versteckter Kamera. Erstmals führt Steven Gätjen durch eine dreistündige Live-Show im ZDF.

Steven Gätjen präsentiert Samstag seine erste große Show

Zu den Prominenten im filmischen Wettbewerb zählen Michelle Hunziker, Matthias Schweighöfer, The BossHoss, Uri Geller, Mirjam Weichselbraun und Tom Beck, Nelson Müller, Uwe Ochsenknecht sowie Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Die Filme werden von einer dreiköpfigen Jury kommentiert. Den Juryvorsitz übernimmt Deutschlands erfolgreichster Regisseur und Kinoproduzent Til Schweiger neben Heiner Lauterbach und Carolin Kebekus. Wer am Ende der Show letztlich die Trophäe für den besten Film mit versteckter Kamera in den Händen halten wird, entscheiden die Zuschauer, die per Telefonvoting für ihren persönlichen Lieblingsfilm abstimmen.

Für die passende Showeinlage sorgt die US-Tanzkompanie Pilobolus, die erstmals einen Ausschnitt aus ihrem neuen Programm “Shadowland 2 – Neues aus dem Reich der Schatten” performt.

Das ZDF sprach mit dem einstigen ProSieben-Moderator über seine neue Show.

Steven Gätjen, Sie sind das neue Moderatorengesicht des “Zweiten”. Wie sehr freuen Sie sich auf Ihre neue Aufgabe beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen?
Ich glaube, man muss eine kleine Rampensau sein und man muss sicherlich auch ein wenig narzisstisch veranlagt sein, um in diesem Job auch bestehen zu können. Dadurch, dass man an sich viel Zeit in seinem Job verbringt, glaube ich, dass man den auch mit Leidenschaft und Spaß macht. Wenn man keinen Spaß hat, dann würde ich es auch nicht machen. Es gibt auch schlechte Tage und schwierige Zeiten und doofe Situationen, aber daraus lerne ich. Man muss immer mit breiten, offenen Armen dastehen. Am Ende habe ich ein ganz tolles Umfeld, das mir die Möglichkeit gibt Themen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und vielleicht auch einmal anders zu sehen. Hier, das ist super. Ich freue mich, dass ich das in dieser Dimension machen darf, das ist unfassbar.

Steven Gätjen präsentiert Samstag seine erste große Show

Sie sind gebürtiger US-Amerikaner und hatten als Hollywood-Reporter immer wieder Berührungspunkte mit den amerikanischen Medien. Was haben Sie von den US-Kollegen gelernt?
Ich bewundere die Leichtigkeit. Ich glaube das Entertainment ist ein sehr amerikanisch-englisch geprägtes Genre. Ich glaube sie haben eine extreme Leichtigkeit in der Vortragung diverser Showformate. Natürlich ist auch das Publikum sehr begeisterungsfähig, manchmal auch zu begeisterungsfähig, das ist in Deutschland ein wenig anders. Ich glaube sie sehen Entertainment als eine Kunstform an, das finde ich auch. Wenn man sich großartige Regisseure anhört, ich weiß nicht ob das Francis Ford Coppola war, der gesagt hat: Jemanden im Kino zum Weinen zu bringen ist so einfach. Du setzt ein kleines Mädchen auf eine stark verschneite Straße und filmst das fünf Minuten. Spätestens nach drei Minuten fangen die Leute an zu weinen, weil ihnen das kleine Mädchen Leid tut, was auch nachvollziehbar ist. Aber jemanden zum Lachen zu bringen und zu begeistern, das ist so unfassbar schwierig. Ich möchte das gerne übertragen.

Am 13. Februar wird es ernst, dann präsentieren Sie mit “Die versteckte Kamera 2016 – Prominent reingelegt” erstmals eine Samstagabendshow live im ZDF. Auf was dürfen wir uns freuen?
Wir dürfen uns auf jeden Fall auf sehr viel Abwechslung freuen. Weil, ich glaube, in der Konstellation mit einer sehr interessant besetzten Jury, in der Til Schweiger der Vorsitzende ist. Er war auch ein wenig Pate, er hat mitentwickelt und hat geschaut, wie man das ganze inszenieren kann. Dann Carolin Kebekus, die ich einfach total gerne mag, weil sie die richtige Schnodder-Schnauze und Mut hat, sie eckt gerne an, das mag ich gerne an ihr. Ich finde sie wirklich furchtlos. Und natürlich Heiner Lauterbach, eine Legende des deutschen Films. Ich glaube, dass diese Konstellation sehr gut zu einander passt. Dann natürlich die Prominenten, die andere Prominente und andere Leute mit versteckten Kameras reinlegen. Hier sind echt schöne Filme dabei und ich hoffe, dass die Zuschauer Spaß haben werden.

Nur knapp zwei Wochen später heißt es dann “I can do that!”, wo sich Prominente der Herausforderung stellen, sich innerhalb von nur einer Woche Training eine bestimmte künstlerische Disziplin anzueignen, um sie anschließend in einer Live-Performance zu präsentieren. Klingt spannend…
‘I can do that!” ist im Prinzip eine Herausforderung für jeden Promi, wir haben sechs Stück an der Zahl. Diese müssen sich gewissen Herausforderungen stellen, die innerhalb einer Woche zu lernen und dann im Studio vorzuführen sind. Was ich so schön an der Show finde ist der Twist, dass es auch nur sechs Performances gibt, die vorgestellt werden. Das heißt, unsere prominenten Gäste müssen sich entscheiden was sie machen. Hier kannst du natürlich pokern und sagen: An der Stange tanzen ist nichts für mich, ich warte lieber darauf, bis ich eine Breakdance-Performance hinlegen muss. Es kann eben sein, dass du am Ende mit etwas endest, dass noch viel schwieriger ist, als das was du dir gewünscht hast. Ich glaube, dass das eine schöne, nette und leichte Unterhaltung ist und ich glaube, dass am Ende schöne und witzige Momente dabei rauskommen.

Sie wurden sehr frühzeitig in die Entwicklung der neuen Showformate mit eingebunden und haben sich mit eigenen Ideen eingebracht. Warum ist Ihnen intensive Zusammenarbeit mit der Redaktion so wichtig?
Ich meine, man kann es ja runterbrechen: Meine Rolle ist die des Verkäufers. Ich will die Situation verkaufen und wenn ich das Produkt nicht kenne, dann kann ich es dem Kunden nicht gut genug verkaufen. Es geht darum, dass ich den Leuten da draußen einfach auch zeige, dass es Spaß macht. Schaut euch das an, hier passieren tausend Sachen, das ist eine kleine Wundertüte. Mir gefällt es ja auch selbst. Es gibt in meiner langen Karriere nichts, wirklich nichts, wo ich sagen würde: Oh mein Gott, warum habe ich das getan? Es gab weiß Gott ein paar Shows, die nicht unbedingt zu den Säulen der großen deutschen Fernsehunterhaltung gehören, aber ich habe überall immer etwas gelernt. Ich habe überall auch immer wieder Leute getroffen, die mir etwas beigebracht haben, das ist essenziell wichtig. Ich kann von niemandem verlangen, dass sie 100 Prozent geben sollen und ich komme eine halbe Stunde vorher, das habe ich noch nie gemacht. Das ist auch nicht meine Arbeitsethik.

Interview: Hannes Brühl, Fotos: ZDF/Johanna Brinckman