Sonntag, 14. Februar 2016, 20:53 Uhr

Ai Weiwei taucht Berliner Konzerthaus in ein Meer von Schwimmwesten

Der chinesische Künstler Ai Weiwei (58) erinnert in Berlin mit einer publikumswirksamen Installation aus Schwimmwesten an das Schicksal der Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa ertrunken sind.

 Ai Weiwei taucht Berliner Konzerthaus in ein Meer von Schwimmwesten

Das Kunstwerk am Konzerthaus Gendarmenmarkt ist eine Aktion für die Filmgala Cinema for Peace, wie die Veranstalter am Samstag mitteilten. Diese Woche war der Künstler bereits für Dreharbeiten in Berlin unterwegs. Er arbeitet an einem Film über Flüchtlinge und hatte auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof Neuankömmlinge befragt. Nach Angaben seiner Galerie ist die Aktion am Gendarmenmarkt nicht das Denkmal für Flüchtlinge, von dem auch schon die Rede war, sondern eine Installation für die hochkarätige Gala am Rande der Berlinale, die am Montag stattfindet.

Insgesamt bekam der Star 14.000 Westen von der Insel Lesbos, bestätigten die griechischen Behörden. Ai Weiwei, der sich schon in China für die Menschenrechte eingesetzt hatte und zeitweise in Haft saß, trat 2015 eine Gastprofessur an der Universität der Künste in Berlin an. Vor kurzem hatte er für heftige Diskussionen gesorgt, als er auf der griechischen Insel Lesbos das Foto des im Vorjahr in der Türkei ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen Aylan nachstellte. (dpa/KT)

Ai Weiwei taucht Berliner Konzerthaus in ein Meer von Schwimmwesten

Fotos: klatsch-tratsch.de/Paul Verhoben