Kate Hall und Detlef Soost über „Celebrity Sports“ und mehr

Sonntag, 14. Februar 2016, 18:38 Uhr


Kate Hall und Detlef Soost wurden gerade  von der Zeitung mit den vier Buchstaben als das „fitteste Paar Deutschlands“ betitelt. In ihren neu ernannten „Hallen“ (vorher „Detlef D! Soost Tanzstudio“, nun „Celebrity Sports by Detlef Soost“), traf unsere Fitnessexpertin Geraldine die beiden zum Interview und plauderte über ihr neues Projekt, Beth Ditto und abgekupferte Ideen.

Celebrity Sports by Detlef Soost

Warum jetzt der neue Name „Celebrity Sports“?
Detlef: Die Veränderung ist einhergegangen mit der Tatsache, dass nicht mehr nur ich das Ganze mache, sondern auch Kate dabei ist und viele andere Experten z.B. Kerstin Linnarts, die man vielleicht noch von Pro Sieben kennt. Alfonso Loos vom ‚Marienhof‘, Fiona Erdmann von ‚Germany´s next Topmodel‘ und Felix Bauer, der viele Prominente gecoacht hat, sind Teil unseres Teams. Wir haben uns entschlossen zu wachsen und das eben mit Celebrities, deshalb „Celebrity“. Da diese gleichzeitig Experten im Sport-, Fitness- und Wellnessbereich sind, haben wir sie mit ins Boot geholt.

Das neue Programm „Body and Mind“ macht Ihr gemeinsam, was hat Euch dazu bewogen?
Kate: Wir trainieren sehr viel zusammen und ergänzen uns auch auf gewissen Trainingsebenen. Dabei kreiert man auch neue Ideen. Wir fanden die
Mischung aus Kraft und Yoga einfach toll. Es macht uns persönlich sehr viel Spaß etwas gemeinsam zu machen.
Detlef: Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Ich eher aus dem schnellen Tanzbereich und Kate aus der meditativen Yoga-Richtung.
Das zu mischen und für die Menschen da draußen nutzbar zu machen, ist unglaublich spannend. Am Anfang denkt man Tanz, Power Fitness und Yoga zusammen kann nicht funktionieren. Aber wir haben nicht nur bei dem „Body and Mind“-Konzept festgestellt, sondern auch bei dem Unterricht den wir hier geben, dass die Leute genau das brauchen, um neben körperlicher Fitness auch den Geist und die Seele wieder in Balance zu bringen.

Ihr verbingt eine Menge Zeit miteinander, beruflich als auch privat. Wird das nicht manachmal schwierig?
Detlef: Wir gehen uns voll auf die Nerven.
Kate: Ja. (beide lachen). Wir machen auch viele Dinge allein. Detlef hat viele eigene Projekte, genauso wie ich. Wir haben es noch nicht geschafft uns so auf die Nerven zu gehen, dass wir gesagt haben, wir arbeiten nie wieder zusammen. Überhaupt nicht. Wir arbeiten super zusammen und so haben wir uns auch kennengelernt, bei der Arbeit.
Detlef: Wir lieben es zusammenzuarbeiten. Unser Heiratsversprechen war: Lass uns so frei sein, um uns so nah wie möglich zu sein.
Kate: Damit ist gemeint, jeder geht seinen Weg und einen Teil des Weges geht man eben auch gemeinsam. Die seelische Verbindung ist immer da.

Celebrity Sports by Detlef Soost

Ich muss gestehen, wenn ich das Wort Yoga nur höre, bedeutet das für mich Stress pur, weil ich weiß, dass es um mich herum ruhig wird. Ich glaube von meiner Sorte gibt es noch mehr. Ist Yoga für jeden gut bzw. wie führt man Leute wie mich an Yoga? Oder soll ich es einfach lassen?
Kate: Es gibt verscheidene Arten von Yoga, du musst vielleicht noch deine Form von Yoga finden..

Keine! Habe einige schon ausprobiert.
Kate: Vielleicht ist es einfach nicht dein Ding. Nicht alles ist für jeden passend, deshalb versuchen wir eine bunte Mischung zu machen. Bei „Body and Mind“ ist es eben nicht nur Yoga.
Detlef: Das was du gerade gesagt hast, lässt darauf zurückführen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach z.b Pilates oder Meditation auch nicht unbedingt dein Ding sind. Bei Meditation würdest du wahrscheinlich wegrennen.

Ja klar. Wobei ich weiß, dass ich das eigentlich bräuchte.
Detlef: Du bist wie viele Menschen sehr schnell, immer in der Spur, immer am machen. Aus meiner Erfahrung hat dieses „driven“ meist
den Grund, dass man vor der Reflektion mit sich selbst davonläuft. Ich habe das auch manchmal. Ich gehe zum Yoga und würde am liebsten währenddessen einfach raus, aber wenn du durch die Yogastunde durchkommst, dann bist du danach beruhigt.

Celebrity Sports by Detlef Soost

Was ist der Unterschied von „Body and Mind“ zu Deinem vorigen Programm „I make you sexy, Bodychange“?
Detlef: Das ist wirklich für Leute, die sagen, dass sie mit ihrer Figur unzufrieden sind und endlich schell schlank sein wollen. Da ist
auschließlich die Konzentration darauf, so effektiv und so schnell wie möglich abzunehmen. „Body and Mind“ ist ganzheitlich, das bedeutet ich tue etwas für meinen Körper, Fitness, Geist, Seele und meine Balance.
Kate: Manachmal machen wir auch dieses funktionelle Training langsamer, dadurch wird es intensiver und du kommst dadurch in einen meditativen
Zustand. Wenn man nur tanzt, dann ist man draußen und man hat Spaß und alles geht nach außen, aber wenn du langsame Übungen machst, dann bist
du wirklich gezwungen nach innen zu gehen und mit dir zu sein. Man reflektiert: „Hier bin ich!“.
Detlef: Zum Schluss zum Beispiel, wenn wir Shavasana machen, das ist die End-Entspannung, das ist so süß, wenn sich alle hinlegen sollen,
Arme von sich strecken und die Augen schließen sollen und sie gucken dann nach links oder nach rechts, ob einen jemand beobachtet. Viele haben Angst vor der Ruhe.

Es schießen zahlreiche Fitnesstrends wie Unkraut aus dem Boden, was unterscheidet euch von den anderen?
Es klingt zwar arrogant, ist aber so, wir sind in allem einfach „First Mover“, egal ob es um das Online-Abnehmprogramm „Bodychange“ geht, wo
wir vor vier Jahren die einzigen auf dem Markt waren. Heute ist jeder zweite Promi der Meinung, er müsse ein Online-Abnehmprogramm haben.
Ob das jetzt Daniel Aminati ist, dessen Programm im Endeffekt eine 1:1-Kopie von „Bodychange“ ist. Das musst du dir mal ansehen.
Ich kenne ihn ja, ich war „not amused“, ich habe ihn vier Wochen vorher noch getroffen, bevor es rauskam.

Ich wusste nicht, ob ihr nach der Sache noch dicke seid.
Detlef: Richtig Copycat, unschön. Seitdem sind wir auch nicht mehr dicke.
Kate: Wir glauben an Karma und haben auch keine Angst so etwas auszusprechen. Was ich so tragisch finde, wenn Menschen nicht in ihrer
eigenen Kreativität sind und etwas Neues machen. Dieses Klauen, da kannst du nur immer „2nd best“ sein. Traurig, dass viele dann denken „dann bin ich halt 2nd best, das ist auch ok“. Mach doch dein eigenes Ding, wir brauchen nicht noch einen Detlef D !Soost, wir haben ihn schon ihr
und ich findet ihn super. Du bist doch ein kreativer gutaussehender Mann, mach doch etwas anderes.

Man sagt immer, wenn man erfolgreich abnehmen will, muss man die Ernährung ändern und Sport machen sollte. Reicht nicht nur einfach sportlich zu sein?
Kate: Nein. Die Hälfte ist Ernährung, da müssen wir ganz ehrlich sein. Ernährung ist eine sehr wichtige Komponente, du bist was du isst.
Detlef: Kann man schon, aber dann kommst du halt nicht dorthin, wo du hin willst.

Oft wird vorgebetet, man soll zu sich selbst stehen. Neue Musen, wie zum Beispiel von Karl Lagerfeld Beth Ditto, schießen aus dem Boden und andererseits kommt gerade ein starker Trend zu uns, wie z.B. „Clean Eating“, X Abnehmprogramme, von denen einem suggeriert wird, wie wichtig es ist schlank zu sein. Was ist denn „richtig“?
Kate: Jeder weiß, wenn man sich gut ernährt, wirkt sich das positiv auf unseren Körper auswirkt.

Aber wie kann man das dann verteidigen und sagen „Beth Ditto steht zu ihrem Körper…“
Detlef: Beth Ditto steht nicht zu ihrem Körper, ich sag es dir aus meiner eigenen Erfahrung, wenn ich selbst in einer Situation bin, die
für mich unangenehm ist, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht rauskomme, dann suggeriere ich nach draußen, als wenn es mir gar nicht so wichtig wäre oder es für mich ok ist. Es gibt so viele Übergewichtige die sagen, sie fühlen sich damit wohl und es wäre ihre sexuelle Schwungmasse, das ist meine tänzerische Attraktivität sonst könnte ich gar nicht tanzen usw… Tief im Keller, und das war bei mir genau das Gleiche, sind diese Leute mit ihrer Figur nicht glücklich. Sie wissen nur keinen Ausweg, wie sie aus der Situation rauskommen können, denn nicht umsonst hat eine Beth Ditto und z.B. auch eine Adele, und ich liebe Adele, aber beide haben sie abgenommen und Adele hat sichtbar abgenommen. Sie kommuniziert es nur nicht nach draußen. Aber jeder möchte sich gerne wohler fühlen in seinem Körper.
Kate: Schlank sein hat nicht nur etwas mit dem Aussehen zu tun, du fühlst dich auch fitter.

Man könnte es vereinfacht sagen „Übergewicht“ ist nicht gesund oder?
Detlef: Ja, das ist einen tolle Ansage zum Schluss, „Übergewicht ist nicht gesund“, aber zu dünn auch nicht.

Fotos: klatsch-tratsch.de/Alena Brieler



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