Meryl Streep: Sieben Dinge, die man noch nicht kannte

Sonntag, 14. Februar 2016, 19:53 Uhr


Hollywood-Ikone Meryl Streep ist so häufig für den Oscar nominiert worden wie keine Schauspielerin sonst. Auf der Berlinale hat sie nun mit jungen Filmtalenten gesprochen – und einige Anekdoten erzählt.

Meryl Streep: Sieben Dinge, die man noch nicht kannte

Sie ist in diesem Jahr die Chefin der Berlinale-Jury: Oscar-Preisträgerin Meryl Streep. Die 66-Jährige hat in Berlin Fragen junger Filmemacher beantwortet. Sieben Dinge, die Sie (vielleicht) noch nicht über die Schauspielerin wussten.

STREEP EMPFAND SICH ALS AUßENSEITERIN – „Als Teenager fühlte ich mich oft alleine und falsch verstanden“, sagte Streep heute. Später im Leben habe sie herausgefunden, dass andere in der High School sie für die Beliebte hielten. Sie glaube, das passiere oft in der Jugend.

HATTE SONGTEXT FALSCH IM KOPF – Lieder von ABBA singe jeder gerne – „ich meine, wie kann man da nicht mitsingen?“, sagte Streep. Sie habe festgestellt, dass man Popmusik oft Jahre im Kopf habe, sich aber manche Worte falsch einpräge. „Und das war wirklich nicht gut»“ sagte sie zu ihrem Musicalfilm ‚Mamma Mia!‘. Sie habe einiges neu lernen müssen, was sich zuvor in ihr Gehör eingegraben habe.

Meryl Streep: Sieben Dinge, die man noch nicht kannte

LAS FÜNF THATCHER-BIOGRAFIEN – Für ihre Rolle der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher gewann Streep ihren dritten Oscar. Zur Vorbereitung habe sie fünf Biografien gelesen, Aufnahmen gehört und geschaut – dann habe sie alles verworfen, sagte sie. ‚Die Eiserne Lady‘ spiele nämlich vor allem in einer Zeit, in der Thatcher kaum in der Öffentlichkeit gestanden habe.

Mehr zu Berlinale Tag 1: Meryl Streep, die Königin der Herzen

HÄLT WENIG VON EITELKEIT – Man könne nicht eine lange Karriere haben und ganz verschiedene Charaktere in allen unterschiedlichen Altersstufen spielen, wenn man an einer „Magazin-Cover-Eitelkeit“ festhalte, sagte Streep dem jungen Publikum – und bekam dafür viel Applaus. „Das geht einfach nicht. Das ist auch nutzlos. Und das ist dumm. Und das ist unkünstlerisch – und wen kümmert es?“

BESUCHTE POLNISCH-KURS – In ‚Sophies Entscheidung‘ spielte Streep in den 1980ern eine polnische Einwanderin und frühere Gefangene eines Nazi-Konzentrationslagers. Sie habe gedacht, es sei wichtig, etwas Polnisch zu lernen, sagte Streep im Theater Hebbel am Ufer (HAU). Deswegen habe sie sich in einem kurzen Kurs angemeldet.

ERWARTETE EIN FRÜHES KARRIEREENDE – Streep glaubte nach eigenen Angaben, ihre Karriere sei viel früher vorbei. Früher hätten Frauen einfach nicht länger als 40 in dem Beruf gearbeitet – außer zum Beispiel in Rollen als Hexe. „Deswegen habe ich bis ‚Into the Woods‘ keine Hexe gespielt – und mir wurden viele angeboten.“ Die Zeit heute sei anders, auch ältere Frauen gelten als interessant.

FÄNDE EINEN REGIE-JOB EHER LANGWEILIG – Regisseure müssten morgens um 4.00 Uhr eine dicke Jacke anziehen und Drehorte inspizieren – „da würde ich eher sterben“, sagte Streep. (Julia Kilian, dpa)

Fotos: WENN.com



klatsch-tratsch.de Copyright © 2002 - 2016 • Powered by SEVALmediaKontaktImpressum/Datenschutzerklärung
Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS)