Mittwoch, 17. Februar 2016, 11:13 Uhr

Oscars: Ab sofort sieht der Kleine wieder aus wie 1929

Der Oscar bekommt eine General-Überholung. Gemeint ist nicht etwa eine Änderung im inhaltlichen Sinne, sondern eine optische: Am 28. Februar werden die Goldjünglinge wieder vergeben und das diesmal in neuer Form.

Oscars: Ab sofort sieht der Kleine wieder aus wie 1929

Die Statuen werden deren aus dem Jahr 1929 nachempfunden, die von dem kalifornischen Bildhauer George Stanley einst in Form gebracht wurden. Nun werden die Trophäen von jemand anderem kreiert, das teilte die ‘Academy of Motion Picture Arts and Sciences’ höchst selbst mit. Cheryl Boone Isaacs, Präsidentin der Oscars, sagte: “Mit Hilfe von Technologie des 21. Jahrhunderts können wir nun die stolzen Anfänge des Oscars würdigen.”

An Größe und Form wird nicht herumgeschnippelt, aber statt Zinn wird nun Bronze für den Korpus verwendet.

Oscars: Ab sofort sieht der Kleine wieder aus wie 1929

Mit einem Bronzegussabguss eines Oscars aus dem Jahr 1929, haben Handwerker nun die subtile Merkmale von George Stanleys Original-Skulptur herausgearbeitet, die ursprünglich auf Skizzen von MGM Art Director Cedric Gibbons beruhte. Die Statuetten werden nach einem Wachsabdruck in flüssiger Bronze bei mehr als 1.800 Grad gegossen, danach abgekühlt. Zum Schluss wird der kleine Kerl mit einer reflektierenden Schicht aus 24-karätigem Gold überzogen.

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Ob das von der Diskussion über den Mangel an kultureller Vielfalt ablenkt, bleibt abzuwarten. In einer Mitteilung hieß es zuletzt, der Vorstand werde neue Regeln einführen. Bis zum Jahr 2020 sollen sich die Zahlen der Frauen und Minderheiten im Gremium verdoppeln. Bisher bestand dies vor allem aus betagteren, weißen Männern. Es werde kein lebenslanges Stimmrecht mehr geben, das Recht zu wählen haben nur diejenigen, die noch aktiv im Geschäft tätig sind.

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