Freitag, 19. Februar 2016, 17:50 Uhr

Jennifer Hudson: Neues Leid?

Jennifer Hudsons Familie findet keine Ruhe: Der Mörder Jennifers Mutter, ihres Bruders und ihres Neffen behauptet jetzt, er wäre unschuldig. William Balfour wurde 2012 für den Mord an den Familienmitgliedern der ‘Oscar’-Gewinnerin lebenslänglich verurteilt, jetzt gibt er in seinem ersten öffentlichen Interview ein Statement ab und besteht auf seine Unschuld.

Jennifer Hudson: Neues Leid?

Er stellt sich als Opfer eines Polizeikomplotts dar, der ihm durch falsche Beweise den dreifachen Mord anhängen will. Balfour war zu der Zeit der Tat im Oktober 2008 mit der Schwester der Sängerin liiert. Aus Eifersucht und nach mehreren Drohungen soll er unter anderem den siebenjährigen Julian erschossen haben. In seinem Interview mit ‘ABC 7’ erklärte der Verbrecher nun aber: “Ich habe nichts damit zu tun, dass ihre Familie getötet wurde. Ich habe nichts mit dem Fall zu tun und weiß nicht, wer etwas damit zu tun hatte.” Die vorliegenden Beweise gegen ihn – Augenzeugen, die ihn mit der Mordwaffe sahen und Spuren auf seiner Kleidung – seien inszeniert worden, um ihn fälschlicherweise für schuldig erklären zu können. Ein Geständnis gab der Amerikaner auch zur Zeit der Verhandlungen nicht ab, allerdings kommt sein Schrei nach Gerechtigkeit etwas verspätet.

Schon zuvor war Balfour in unterschiedlichen Fällen verurteilt worden und schon oft mit dem Gesetz in Konflikt geraten, doch der dreifache Mord der Hudson-Familie wäre sein schlimmstes Vergehen. Während dem TV-Gespräch äußerte sich der Beschuldigte vor allem auch zu dem Tod des jungen Neffen Hudsons: “Ich habe dieses Kind die ganze Zeit gesehen, habe versucht ihm Fahrradfahren beizubringen. Vermisse ich ihn? Ja. Liebe ich ihn? Ja”, so der Gefängnisinsasse. Bisher gab es noch keine Statements der Hudsons oder der beteiligten Anwälte zu den möglichen Wendungen in dem Mordfall. Balfours Antrag an den Obersten Gerichtshof, sich des Falles anzunehmen, wurde jedoch vorerst abgelehnt.

Foto: WENN.com