Sonntag, 21. Februar 2016, 18:18 Uhr

Kesha: Einstweilige Verfügung abgeschmettert - Karriere endgültig am Ende?

US-Popstar Kesha (28) musste eine schwere Niederlage einstecken. Nachdem die Sängerin 2014 Klage gegen ihren Produzenten „Dr. Luke“ alias Lukasz Gottwald (42) wegen angeblichen fast einem Jahrzehnt langen sexuellen Missbrauchs eingereicht hatte, wurde nun ihr Antrag auf eine Einstweilige Verfügung abgeschmettert.

Kesha: Einstweilige Verfügung abgeschmettert - Karriere endgültig am Ende?

Das Ziel: Kesha wollte nicht nur nichts mehr mit ihrem Produzenten zu tun haben, sondern auch schnellstens aus dem jetzigen Plattenvertrag mit SonyMusic entlassen werden. Kesha hatte in ihrem Antrag u.a. geschrieben: “Ich weiß, dass ich nicht mit Dr. Luke arbeiten kann. Ich bin körperlich nicht dazu in der Lage, fühle mich in keinerlei Hinsicht sicher.”

Das Gericht interessierte das alles offenbar nicht. Richterin Shirley Kornreich fand beispielsweise, dass die Missbrauchsvorwürfe nicht ausreichend durch medizinische Atteste belegt worden seien. Die Sängerin sei daraufhin bei dem Termin am Freitag in Tränen ausgebrochen, heißt es bei TMZ. Das bedeutet, Kesha muß vorerst bei dem Label bleiben. Doch mit dem will sie keine neuen Songs mehr herausbringen.

Sony Music, an das auch Dr. Lukes Label ‘Kemosabe Records’ angeschlossen ist, habe Kesha Sebert jedoch zugesichert, dass sie auch ohne den Produzenten weiter Songs aufnehmen könnte, wie die Richterin bestätigte. Die sagte laut ‚billboard‘ deshalb: “Sie fordern das Gericht auf, einen Vertrag aufzulösen, der hart verhandelt wurde und für die Branche typisch ist.“ Zudem argumentierte die Richterin, dass Dr. Luke bisher 60 Millionen Dollar in Keshas Karriere investiert habe. Sie führte hinzu: “Mein Instinkt ist es, das zu tun, was kommerziell Sinn ergibt.”

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Der Haken an der Sache: Somit müsse die Sängerin die vertraglich vereinbarten sechs Alben bei dem Label abliefern. Dort sind 2010 und 2012 erst zwei Alben erschienen. Die bittere Konsequenz: Kesha wird weiter kämpfen müssen. Ein endgültiges Urteil in der Sache ist noch nicht gefallen.

Dr. Luke weist die Vorwürfe zurück. Mehr noch: Er glaubt eher, dass ihr derzeitiges Vorgehen ihrem Frust nach einer gescheiterten Karriere geschuldet ist. Harte Worte.

Foto: WENN.com