Mittwoch, 24. Februar 2016, 12:19 Uhr

"Dark": Netflix kommt mit erster eigener Serie aus Deutschland

Eine Mystery-Serie wird die erste eigene Produktion des Online–Videodienstes Netflix aus Deutschland. Regie beim Zehnteiler ‘Dark’ führt Baran bo Odar (Foto), der zuletzt einen Kinoerfolg mit ‘Who am I – Kein System ist sicher‘ verbuchte, wie Netflix am Mittwoch ankündigte.

 "Dark": Netflix kommt mit erster eigener Serie aus Deutschland

Im Zentrum der ersten deutschen Produktion des weltweit führenden Internet-TV-Anbieters stehen vier Familien in einer typischen deutschen Kleinstadt. Als zwei Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden wird die vermeintlich heile Welt dieser Familien aus den Fugen gerissen und ein Blick hinter die Fassaden offenbart die dunklen Geheimnisse aller Beteiligten. Im Verlauf der zehn einstündigen Folgen bekommt die Tragweite der Ereignisse eine neue Dimension als die Ermittlungen zurück ins Jahr 1986 führen und die Schicksale der vier Familien auf tragische Weise durch Raum und Zeit verknüpft werden.

Odars nächstes Werk ist Sleepless Night mit Oscar-Gewinner Jamie Foxx. Der Regisseur erklärte zu seinem neusten Projekt: „Die Mysteryserie Dark ist eine Gemeinschaftsarbeit und ich bin besonders gespannt darauf, neue deutsche Talente zu entdecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich kann es kaum erwarten loszulegen.“ Netflix-Chef Reed Hastings hatte stets betont, sein Unternehmen lasse sich Zeit mit der Auswahl einer Serie aus Deutschland, weil man die Inhalte immer auch international vermarkten wolle.

Der Konkurrent Amazon hatte vor wenigen Wochen Matthias Schweighöfer für seine erste eigene TV-Serie aus Deutschland verpflichtet. In «Wanted» spielt er einen Mann, dessen Leben durch einen Hacker-Angriff auf den Kopf gestellt wird. Schweighöfer wird auch selbst Regie führen und dem Projekt als Produzent seinen Stempel aufdrücken. Zunächst sind sechs einstündige Folgen geplant.

Streaming-Dienste zeigen Filme und Videos für eine monatliche Abo-Gebühr und wollen sich verstärkt mit exklusiven Inhalten voneinander abheben. (KT/dpa)

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com