Montag, 29. Februar 2016, 19:40 Uhr

Mitch Winehouse lästert über "Amy", die den Oscar gewann

Nach dem furiosen Kinostart trat ‘Amy – The girl behind the name‘ einen Siegeszug auf Filmfestivals rund um den Globus an. Die Musik-Doku wurde mit unglaublichen 37 Nominierungen und 37 Auszeichnungen (darunter einem BAFTA Award und einem Europäischen Filmpreis) geadelt.

Mitch Winehouse lästert über "Amy", die den Oscar gewann

Nun hat’Amy’ am gestrigen Sonntagabend im Dolby Theatre am Hollywood Boulevard auch noch die begehrteste Auszeichnung der Filmbranche geholt und sich gegen ‘Cartel Land’, ‘The Look of Silence’, ‘What Happened, Miss Simone?’ sowie Winter on ‘Fire: Ukraine’s Fight for Freedom’ als Bester Dokumentarfilm bei den 88. Academy Awards durchgesetzt.

In Großbritannien avancierte AMY – The girl behind the name’ zur erfolgreichsten britischen Doku aller Zeiten. In Deutschland lockte die emotionale Charakterstudie über 120.000 Besucher in die Kinos und sicherte sich so ihren Platz als eine der erfolgreichsten Musikdokumentationen der Kinogeschichte.

Mit seinem musikalischen Fotoalbum setzt Asif Kapadia der Ausnahmekünstlerin ein einzigartiges Denkmal. In einem Interview mit ‘Screen News’ verriet er, dass die Dokumentation ursprünglich länger war und einige Szenen, die er sehr mochte, dem finalen Schnitt zum Opfer fallen mussten. Ein großer Teil davon (insgesamt über 30 Minuten) ist auf DVD und Blu-ray im Bonusmaterial integriert.

Amy Winehouses Vater Mitch hat die Oscars wieder zum Anlass genommen, über die Dokumentation herzuziehen. Der Film von Asif Kapadia gewann den Preis für die ‘Beste Dokumentation’ und als sich der Regisseur den Preis für sein Werk abholte, widmete er ihn dem “wunderschönen Mädchen” Amy. Ihr Vater aber, der den Film schon lange öffentlich kritisiert, holte erneut zum Schlag gegen seine Macher aus. Auf Twitter postete er: “Ich werde immer stolz auf mein Baby sein. Amy wird aber keinen Oscar bekommen, nur Asif Kapadia. Darum geht es hier ja nur… Asif. Er hat alle verarscht.”

Mitch Winehouse lästert über "Amy", die den Oscar gewann

Der Swing-Musiker und ehemalige Taxifahrer hatte bereits nach der Erstaufführung in Cannes über den seiner Meinung nach unaufrichtigen Film geschimpft und prophezeit, dass er viele Preise gewinnen wird, inklusive eines Oscars. Angeblich arbeite er selbst an einer Dokumentation, um die wahre Geschichte zu erzählen. Papa Winehouse ist in ‘Amy’ natürlich nicht gut weggekommen, so zeigt er indirekt, wie wenig der Vater seiner Tochter mit ihren Suchtproblemen geholfen hat, alles zugunsten ihrer Karriere. Kapadia beschrieb die verstorbene Sängerin bei den Oscars als “witzig, intelligent und geistreich – jemand besonderes, jemand, auf den man aufpassen musste.” Seinen Angaben zufolge wollten er und der Produzent einen Film machen, “der der Welt zeigt, wer sie wirklich war.” Die beiden tun sich übrigens bald wieder für ein Biopic eines nicht weniger interessanten Stars zusammen, und zwar geht es um das Leben und die Karriere des Weltfußballers Diego Maradona.

Foto: WENN.com, A.M.P.A.S