Samstag, 05. März 2016, 13:28 Uhr

Teurer US-Wahlkampf: Diese Promis unterstützen Clinton, Trump und Co.

Es bekanntlich ist wieder soweit: Die US-Amerikaner wählen sich eine neue Präsidentin beziehungsweise einen neuen Präsidenten. Die 58. Wahl ist auf den 8. November 2016 datiert, wobei an diesem Tage nur die Wahlmänner bestimmt werden, die in das Wahlmännerkollegium (Electoral College) einziehen.

Teurer US-Wahlkampf: Diese Promis unterstützen Clinton, Trump und Co.

Da dies aber als entscheidender Indikator für die Präsidentschaftswahl gilt, ist die eigentliche Wahl am 18. Dezember 2016 lediglich von formaler Bedeutung.

Immer wieder kursieren in den Medien Gerüchte darüber, wieviel Geld in einen derart großen Wahlkampf gesteckt wird, wie er in den USA beobachtet werden kann. Der scheidende Präsident Barack Obama sprach im Januar 2015 von der Entscheidung des Supreme Court aus dem Jahre 2010. Hierbei wurde entschieden, dass es sowohl inländischen als auch ausländischen Unternehmen, Gewerkschaften und Privatpersonen erlaubt ist, Geldmittel in unbegrenzter Höhe in den amerikanischen Wahlkampf zu pumpen und den eigenen Favoriten kräftig zu unterstützen. „Das war falsch und hat echten Schaden an der Demokratie angerichtet“, kritisierte Obama diesen Beschluss scharf. Man bedenke dabei: Der Wahlkampf, den sich Obama und sein Konkurrent Mitt Romney im Jahre 2012 lieferten, kostet insgesamt in etwa 6 Milliarden Dollar, beziehungsweise 4,6 Milliarden Euro.

Auch in diesem Jahr wird den Top-Favoriten, Hillary Clinton aus dem Lager der Demokraten und Donald Trump aus dem Lager der Republikaner, finanziell unter die Arme gegriffen, um den extrem teuren Wahlkampf zu finanzieren und unter denjenigen, die die Subventionen zur Verfügung stellen, finden sich einige prominente Persönlichkeiten.

Erst vor kurzem machte er es wieder deutlich und nutzte die große mediale Aufmerksamkeit, um auf den Klimawandel hinzuweisen: Leonardo DiCaprio gewann seinen ersten, lang ersehnten Oscar, obwohl angesichts der starken Konkurrenz in Form von Michael Fassbender durchaus eine realistische Chance bestand, dass DiCaprio erneut leer ausgehen würde. Dennoch gewann er die höchste schauspielerische Auszeichnung und sprach den Klimawandel an, der ein zentrales Thema im Wahlkampf von Hillary Clinton darstellt. Neben DiCaprio sind auch Ben Affleck und Dakota Fanning aus dem Filmbusiness auf der Clintonschen Spenderliste zu finden.

Doch auch die Republikaner erhalten Spenden von großen Persönlichkeiten, die nicht unterschätzt werden dürfen. Larry Ellison beispielsweise, der Gründer des Konzerns Oracle, unterstützt im Wahlkampf Marc Rubio, dem mittlerweile keine großen Erfolgschancen mehr eingeräumt werden. Dem Interessenverband Rubios soll Ellison satte 3 Millionen Dollar gespendet haben.

Dass die Unterstützung allerdings nicht nur über die finanziellen Mittel erfolgen kann, beweist Katy Perry. Beim wichtigsten Ereignis für alle Anhänger der Demokraten, dem sogenannten „Jefferson Jackson Dinner“ in Iowa, steht neben Ehemann Bill auch Katy Perry an Hillary Clintons Seite und engagiert sich somit im Wahlkampf. Natürlich nutzt Perry ihre Bekanntheit innerhalb Amerikas, um viele Menschen zum Besuch der Veranstaltung zu bewegen. Ein kleines Konzert ist hier also das Mittel der Wahl, um den eigenen Favoriten zu unterstützen und ihm zugleich Aufmerksamkeit und etliche Besucher zukommen zu lassen.

Ebenso nutzt die Schauspielerin Lena Dunham, die durch die Serie „Girls“ bekannt geworden ist, ihre mediale Präsenz und ging unter anderem in New Hamsphire und Iowa auf Stimmenfang. Ihre Überzeugung finde sie sehr bewegend und ihre Hartnäckigkeit verblüffend, wird Dunham von der New York Times zitiert. Ob die Werbung für die Demokraten zum Erfolg führt, wird sich im Dezember dieses Jahr zeigen. (KTAD)

Foto: WENN.com