Conchita Wurst ganz in Schwarz bei den Schwulen in Sydney

Sonntag, 06. März 2016, 14:35 Uhr

175 Wagen, 12 000 Teilnehmer, eine halbe Million Zuschauer: Am Samstag zog die wie stets kunterbunte “Gay and Lesbian Mardi Gras Parade” durch Sydney. Mit dabei: Prominente und australische Spitzenpolitiker.

Conchita Wurst ganz in Schwarz bei den Schwulen in Sydney

Rund eine halbe Million Besucher haben die traditionsreiche Parade verfolgt. An dem vier Kilometer langen Umzug nahmen rund 12.000 Menschen und 175 Wagen teil. Zu der Parade der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) kam auch die ehemalige Eurovisions-Siegerin Conchita Wurst. Die 27-Jährige erschien überraschenderweise in Schwarz – ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Mitwirkenden, die schrille Kostüme trugen.

Vornweg marschierte eine Gruppe der sogenannten 78er, die schon bei der allerersten Parade in Sidney dabei waren, bei der es noch zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Erst kürzlich hatte sich die Polizei für ihren Einsatz bei der Veranstaltung von 1978 entschuldigt. Damals wurden mehr als 60 Menschen festgenommen.

Conchita Wurst ganz in Schwarz bei den Schwulen in Sydney

Als erster Regierungschef bei einer Mardi Gras-Parade war auch Premierminister Malcolm Turnbull mit seiner Frau zu der Straßenparty gekommen. Zahlreiche Besucher versuchten, ein Selfie mit Turnbull zu ergattern. Anders als der Vorsitzende der oppositionellen Labor-Partei, Bill Shorten, marschierte der Premier aber nicht selbst bei der Parade mit.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind in Australien nicht gesetzlich anerkannt. Shorten sagte Reportern auf der Veranstaltung, er würde innerhalb von 100 Tagen ein Gesetz zur Homo-Ehe einführen, sollte seine Partei die nächste Wahl gewinnen. (dpa)

Fotos: Dan Himbrechts