Sonntag, 06. März 2016, 11:47 Uhr

"Freeheld" kommt ins Kino: Ellen Page über ihr Coming-out

Schauspielerin Ellen Page spricht über ihr Coming-out: “Ich würde lieber 24 Stunden am Tag über meine Homosexualität reden, als jemals wieder ungeoutet zu sein.” Und ergänzt: “Ich habe es schon immer gehasst, Kleider zu tragen.”

"Freeheld" kommt ins Kino: Ellen Page über ihr Coming-out

Das sagte sie im Interview im Interview mit dem Magazin ‘Neon’ (Ausgabe vom 7. März) wirbt in Berlin für ihren neuen Film “Freeheld”, in dem ein lesbisches Paar dafür kämpft, dass Menschen, die in eingetragenen Partnerschaften leben, rechtlich “normalen” Ehepaaren gleichgestellt werden. “Für Heterosexuelle ist es leicht, du nimmst einfach dein Date zur Premiere mit. Keiner erwartet, dass du dich zu deinen Gefühlen oder zu der Person bekennst”, führt Page als ein Beispiel an.

Page postet auch Fotos von ihrer Freundin bei Instagram. Doch sie windet sich um eine Festlegung, ob berühmte Personen moralisch verpflichtet sind, sich zu outen. “Puh, der Weg ist für jeden anders. Ich persönlich hatte das Gefühl, es tun zu müssen. Ein paar Wochen vorher meinte ich zu jemandem: Sorry, dass ich so angespannt bin, ich bereite gerade mein Coming-out vor. Als der dann sagte: Ich wusste gar nicht, dass du lesbisch bist, meinte ich so: Hä? Wie kann man das nicht merken?”

"Freeheld" kommt ins Kino: Ellen Page über ihr Coming-out

Darum geht’s in ‘Freeheld’: Laurel Hester (Julianne Moore) lebt seit über 20 Jahren für ihren Job als Polizeikommissarin, ein Privatleben findet bei ihr nicht statt. Dies ändert sich schlagartig, als sie die junge Mechanikerin Stacie Andree (Ellen Page) kennenlernt. Die beiden verlieben sich aller Unterschiede zum Trotz ineinander und bauen sich eine gemeinsame Zukunft auf. Dazu gehören das eigene Haus mit Garten und Hund und schließlich sogar die eingetragene Lebenspartnerschaft. Doch ihr Glück währt nicht lang. Laurel erhält die erschütternde Diagnose, dass sie an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt ist und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Ihr letzter Wunsch ist, dass Stacie in ihrem Haus wohnen bleiben kann.

Das kann sie aber nur, wenn ihr Laurels Pensionsansprüche übertragen werden. Die zuständigen Behörden lehnen ihr Gesuch wiederholt ab. Auch innerhalb der Polizei erfährt Laurel, der es immer schlechter geht, keinen Rückhalt. Nur ihr Kollege Dane Wells (Michael Shannon) und der exzentrische Aktivist Steve Goldstein (Steve Carell) halten zu Laurel und Stacie in ihrem Kampf um Gerechtigkeit, bis sie unerwartete Unterstützung erhalten…

Fotos: Universum