Sonntag, 06. März 2016, 14:12 Uhr

Oliver Petszokat über sein Popmusik-Comeback und neue TV-Pläne

Der einstige Teenie-Schwarm Oliver Petszokat meldet sich nach zwölf Jahren mit neuer Musik zurück. Seine Single „Wie früher“ feiert gerade Premiere. Im dazugehörigen Video bekommt er Verstärkung von seiner Familie, Freunden, Wegbegleitern und holt #wiefrüher das Basketball-Trikot und den alten Kassettenrekorder aus dem Keller…

Oliver Petszokat über sein Popmusik-Comeback und neue TV-Pläne

klatsch-tratsch.de sprach mit dem Kölner Strahlemann, der eigentlich aus Berlin stammt.

Was gibt es auf dem neuen Album, das im Mai 2016 erscheinen soll, zu hören?
Es ist noch nicht ganz fertig, es werden noch ein oder zwei Songs dazu kommen. Das steht nächste Woche noch bei mir an. Es werden ca. elf oder
zwölf Songs und es wird deutschsprachig gesungene Popmusik sein.

Wer hat die Songs geschrieben?
Bis auf drei Coversongs, habe ich alles selbst geschrieben. Die Coversongs sind jedoch keine bekannten Nummern, sondern Künstler, die ich
schon immer toll fand und selbst singen wollte. Zum Beispiel die Nummer “So oder So” von der Band “Pilot”. Ich wollte mich einfach ein wenig
ausprobieren.

Wirst Du auf Tour gehen?
Ich wüsste gerade nicht wann (lacht). Ich könnte es mir gut vorstellen, aber leider nicht mehr in diesem Jahr.

Die Fans von damals sind heute nicht mehr dieselben, für wen hast Du das Album gemacht?
Es sind schon einige von früher dabei. Ich bekam letztens auf Facebook folgende Nachricht “Schön, dass du wieder da bist, ich stand früher bei
deinen Konzerten in der ersten Reihe, mittlerweile bin ich zweifache Mama und wenn ich einen Babysitter finde, komme ich zum nächsten Konzert”. Ich finde das schön gemeinsam erwachsen geworden zu sein, was das auch immer bedeutet (lacht). Ich hatte dieses mal keinen Termin und keine Plattenfirma hinter mir, es ging einfach nur um mich, weil ich wieder Spaß daran hatte.

Wie kamst Du auf die Idee, nach 12 Jahren wieder musikalisch ins Rampenlicht zu treten?
Ich habe mir immer wieder überlegt, wieder Musik zu machen und ins Studio zu gehen, aber es war nie der richtige Song dabei und jetzt hat
es einfach gepasst. Ich dachte davor immer, ich müsste wieder in Richtung Sprechgesang gehen, habe mich aber nun an gesungene Nummern herangetraut. Die Idee kam durch einen TV Auftritt, bei dem ich den Song “Flugzeuge im Bauch” performen sollte. Ich fand das jedoch nicht so spannend, da ich ja beim Refrain nur herum stehe (lacht), da den ja eine Frau singt. Dabei kamen wir dann auf die Idee, dass ich den Refrain auch selbst
singen könnte. Die Resonanz von dem Auftritt war so groß und das war für mich der Moment, dass ich wieder Musik machen wollte. Ich möchte
einfach Spaß haben mit dem was ich tue, egal ob das Schauspiel, Moderation oder Musik ist. Mir ist wichtig, dass die Leuten wissen, dass ich nichts böses will mit meiner Arbeit (lacht). Mal sehen wo die Reise hingeht. Ich habe keinen Druck und möchte das Album zu erst mal fertig bekommen.

Vor drei Jahren hast Du in Dresden Theater gespielt – „Elling – Zwei gegen den Rest der Welt“. In einem Interview hast du gesagt: „Ich habe das Gefühl, das isses“ . Gibt es neue Pläne in die Richtung?
Ich habe immer wieder Theaterangebote, aber das ist gerade ein zeitliches Problem, da ich mit meiner Frau gemeinsam in Köln einen “Hundeladen” führe und dieser ist mir sehr wichtig. Diese Aufgabe liegt mir einfach sehr am Herzen und möchte deshalb auch unseren Kunden eine persönliche und gute Beratung bieten.

Als Prominenter einen Hundeladen in Köln zu eröffnen, ist eher ungewöhnlich. Warum hast Du das gemacht?
Es wäre ja auch doof, wenn alle Prominenten in Köln einen Hundeladen eröffnen würden (lacht). Jeder hat ein anderes Hobby oder eine bestimmte
Sache, für die er oder sie brennt. Einem Tier wird Essen einfach vorgesetzt und es kann nicht wie der Mensch entscheiden, was es isst. Leider haben auch nicht alle Menschen die Wahl. Ein Hund von mir hatte immer Probleme mit Allergien, seit dem er anderes Futter bekommt, geht es ihm so viel besser. Dieses Thema war uns sehr wichtig und wir wollen es den Leuten näher bringen. Man weiß oft nicht was in den Lebensmitteln steckt, das beginnt eben schon bei der Nahrung für uns.

Keine Sehnsucht nach der Heimat Berlin?
Meine Frau und ich haben beide Familie in Berlin, deshalb sind wir sehr oft da.

Könntest Du Dir einen Gastauftritt bei GZSZ vorstellen? Dort bist Du 1999 ausgestiegen?
Ich schließe es nicht aus, es war eine meiner schönsten Zeiten in meinem Arbeitsleben. Mal sehen was noch kommt.

Was sind deine nächsten Projekte?
Das Album natürlich. Dieses Jahr kommt noch eine Serie auf einem öffentlich rechtlichen Sender heraus. Ich bekomme auch noch ein eigenes Format auf einem privaten Sender.

Foto: Marc Beyer