Dienstag, 08. März 2016, 9:40 Uhr

Matthias Schweighöfer: "Ich lösche das von meiner Festplatte"

Gerade ist Kinoliebling Matthias Schweighöfer mit einer Tragikomödie (‘Der geilste Tag’) über den Tod in den Kinos. Privat trauere er allerdings nicht: “Ich lösche das negative Ereignis von meiner Festplatte. Ich schalte das aus”.

Matthias Schweighöfer: "Ich lösche das von meiner Festplatte"

Diese Taktik habe er auch bei seinem ersten Verlust angewendet – beim Tod des Großvaters, erzählte er im Interview mit dem Magazin ‘Emotion’. “Ich verdränge das immer vollkommen. Mein innerer Abschaltmechanismus behauptet, das wäre nicht passiert. Daher bin ich auch nicht zu seiner Beerdigung gegangen. Ich beschäftige mich nicht damit, somit ist es für mich keine Realität”, erklärte der 35-Jährige.

Mit dem eigenen Tod beschäftigt sich der erfolgreiche Produzent durchaus und weiß auch schon, was nach seinem Tod passieren soll. “Asche fände ich praktisch. Da kann ich bei der Familie mit rumhängen.” Wie im Leben wäre er auch in seinen letzten Stunden nicht gern einsam. “Wir teilen im Leben gute und schlechte Dinge mit unseren Freunden. Warum nicht auch den Tod?”, fragt der zweifache Vater, dessen Antwort auf den Tod ist, “das Leben intensiv zu leben”.

Kinder, Bodybuilding, Sex und Erfolg seien übrigens auch kein Mittel gegen die Angst vor dem Tod. “In meinen Augen sind das alles reine Ablenkungsmanöver, bis wir selbst unter der Grasnarbe ruhen!”, so Schweighöfer. “Mit zwei kleinen Kindern könnte der Sex natürlich mehr sein, aber das kennen wohl alle Familienväter. Bodybuilding interessiert mich nicht mehr so stark. Und klar genieße ich den Erfolg, aber ich könnte wirklich auch gut viel weniger arbeiten, das fällt mir immer wieder auf.”

‘Der geilste Tag’ verschwand diese Woche auf Platz 2 der deutschen Kino-Charts. ‘Zoomania’ jagte ihn von der Spitze. Insgesamt sahen fast 700.000 Besucher den neuen Film mit Schweighöfer und Florian David Fitz in noch nicht mal zwei Wochen.

Foto: WENN.com