Samstag, 19. März 2016, 11:32 Uhr

Sarah Connor würde wieder Flüchtlinge bei sich aufnehmen

Popstar Sarah Connor sprach Freitagabend bei ‘3nach9’ über ihre enge Verbundenheit zu ihrer Flüchtlingsfamilie aus Aleppo. Die Sängerin würde jederzeit wieder Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen.

Sarah Connor würde wieder Flüchtlinge bei sich aufnehmen

„Die Anstrengung steht in keinem Verhältnis zu dem, was man da zurückbekommt“, sagte sie in der Radio-Bremen-Talkshow 2015 hatte die Musikerin eine kinderreiche syrische Flüchtlingsfamilie aus Aleppo in ihrem Berliner Zuhause aufgenommen. „Natürlich ist das auch zwischendurch mal anstrengend“, gab die 35-Jährige im Gespräch mit Gastgeber Giovanni di Lorenzo zu. „Am Ende waren es neun Gäste. Es ist immer jemand da, und du bist nie für dich alleine.“ Trotzdem empfinde sie gegenüber dieser Familie und vor allem gegenüber der Mutter eine tiefe Verbundenheit.

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Nach einem halben Jahr und guten Fortschritten hinsichtlich ihrer Integration seien die Syrer kürzlich in eine in der Nähe liegende größere Wohnung umgezogen. „Das war schon unter Tränen. Meine Kinder waren auch sehr traurig. Das war ja schon so wie bei Geschwistern oder Freunden im gleichen Haus.“ Auch jetzt noch besuche man sich häufig. „Wir kochen zusammen, wir essen zusammen.“ Wenn sie auf Tournee sei, meldeten sich die syrischen Kinder oft per WhatsApp und fragten: „Sarah, wo bist du? Wann kommst du? Wir vermissen dich.“ Rückblickend urteilt die Sängerin: „Das ist eine sehr schöne, intensive Zeit gewesen.“

Sarah Connor wurde übrigens gerade von der Zeitschrift “Deutsche Sprachwelt” neben einem Studenten und einem Wirt zum “Sprachwahrer des Jahres” gekürt. Sie wurde dafür gelobt weil sie für ihr Album “Muttersprache” deutsche Liedtexte schrieb. Der Berliner Student Sebastian Zidek wurde gehet, weil er sich weigerte die nervigen Binnen-Is (wie z.B. “StudentInnen”), Sterne oder Unterstrichezu verwenden, die dazu führen könnten, geschlechtsneutral zu schreiben. Daraufhin seien ihm schlechtere Noten angedroht worden.

Fotos: Frank Pusch