Montag, 21. März 2016, 13:20 Uhr

Urteil gegen Marcus Prinz von Anhalt aufgehoben

Der Adoptiv-Sohn von Zsa Zsa Gabor könnte bald wieder ein freier Mann sein. Nach zwei Jahren Haft wurde sein Urteil aufgehoben. Das soll jetzt neu aufgearbeitet werden.

Urteil gegen Marcus Prinz von Anhalt aufgehoben

Das 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hob das Urteil gegen den Bordell-Betreiber auf. Der Fall wird zur Neuverhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts weitergegeben. Marcus Prinz von Anhalt wurde am 16. Januar 2015 wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Dagegen setzte er sich mit der von ihm eingelegten Revision erfolgreich zur Wehr. Einen Deal mit der Staatsanwaltschaft lehnte Prinz von Anhalt immer ab, da er sich seiner Meinung nach nicht strafbar gemacht hat. In dem Verfahren geht es ausschließlich um die steuerliche Geltendmachung von Kfz-Kosten.

Die sonstigen steuerstrafrechtlichen Vorwürfe wurden bereits fallen gelassen.

In einer Mitteilung erklärte der 49-Jährige: “Ich sitze seit zwei Jahren zu Unrecht im Gefängnis. Man hat mich in Augsburg strafrechtlich verurteilt, obwohl das eigentliche Steuerverfahren noch lange nicht abgeschlossen ist. Aus meiner Sicht reine Willkür. Ein Skandal!” Der Mainzer Strafverteidiger Olaf Langhanki, der von Anhalt vor dem BGH vertreten hat, zu dem Beschluss: “Wir waren stets davon überzeugt, dass das Augsburger Urteil keinen Bestand haben kann. Prinz von Anhalt hat im Kampf um sein Recht nie aufgegeben. Umso erfreulicher ist es, dass der BGH das Urteil nun aufgehoben und eine neue Verhandlung angeordnet hat.”

Um seine Tochter zu sehen, wolle der Adoptiv-Sohn von Zsa Zsa Gabor jetzt eine Haftbeschwerde einlegen, denn zur Zeit sitzt er noch in der Untersuchungshaft. Der Kölner Medienrechtler Patrick Rehkatsch stellte klar: “Die Art und Weise des Verfahrens sucht seinesgleichen. Die Justiz wollte hier wohl jemandem eins auswischen.”

Foto: WENN.com