Sonntag, 27. März 2016, 14:29 Uhr

Heike Makatsch lebt das "Öko-Übermutter"-Klischee

Heike Makatsch (44) sieht sich ein bisschen als typische “Prenzlauer-Berg-Öko-Übermutter”. Zumindest entspreche sie “vermutlich schon etwas” dem Klischee der Mütter aus dem beliebten Berliner Stadtteil, bekannte die Schauspielerin in einem Interview der ‘Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung’.

Heike Makatsch lebt das "Öko-Übermutter"-Klischee

Seit drei Jahren sei sie beispielsweise Vegetarierin, erläuterte Makatsch, deren erster Einsatz als ‘Tatort’-Kommissarin ansteht. “Für mich sind Tiere Lebewesen mit Gefühlen, mit einer eigenen Geschichte, mit einer Seele. Da konnte ich Fleisch irgendwann nicht mehr essen.” Außerdem habe sie zwar ein Auto: “Aber ich fahre viel Fahrrad. Und ich könnte mir durchaus ein Leben ohne Auto vorstellen, bin aber nicht militant öko.”

Am Montagabend ist Makatsch im ‘Tatort’-Special ‘Fünf Minuten Himmel’ zu sehen. Makatsch spielt ihre Hauptkommissarin Ellen Berlinger, die für das BKA im Ausland tätig war und nun nach jahrelanger Abwesenheit nach Freiburg zurückkommt, als vielschichtige Figur mit dunklen, rätselhaften Seiten.

Dazu sagte sie im ARD-Interview: “Ich denke, dass der Tatort, ähnlich wie Formate wie ‘Wetten, dass …?’ oder früher ‘Dallas’‘, ‘Einer wird gewinnen’ oder ‘Dalli Dalli’ die gesamte Familie vor dem Fernseher versammelt hat. Fernsehen hat hier zusammenführend gewirkt – was fÜr den Tatort immer noch gilt.  (…) Als Schauspieler ist es natürlich eine Ehre, diese nationale Suche nach dem Bösewicht anzuführen. Aber ich erinnere mich persönlich nicht an das Ziel, Tatort-Kommissarin werden zu wollen.”

Weiter sagte sie: “Ich finde eh, dass die Entwicklung des Tatorts in den letzten Jahren ihn für mich überhaupt interessant gemacht hat. Dass aus den üblichen Schemata ausgebrochen werden darf, dass sich junge und spannende Regisseure an den Tatort wagen dürfen und man nicht immer genau weiß, was man als Zuschauer serviert bekommt, das hat es für mich reizvoll gemacht, die Rolle der Ellen Berlinger anzunehmen. Ansonsten hätte ich mich wohl eher für die Rolle der Mörderin beworben.” (dpa/KT)

Heike Makatsch lebt das "Öko-Übermutter"-Klischee

Fotos: SWR/Ziegler Film