Dienstag, 05. April 2016, 10:58 Uhr

Rammstein fordern Schadenersatz von der Bundesrepublik

Rammstein verklagen Deutschland. Die Band verlangt von der Bundesrepublik 66.000 Euro Schadenersatz dafür, dass ihr Album ‘Liebe ist für alle da’ auf den Index gekommen ist. Beim Bonner Landgericht ist eine Klage dieser Art eingegangen, das bestätigte ein Sprecher laut ‘Bild’-Zeitung.

Rammstein fordern Schadenersatz von der Bundesrepublik

Der Song ‘Ich tu dir weh’ wurde von der Bonner Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als “sittenwidrig” und “verrohend” verpönt und das ganze Album wurde daraufhin indiziert. Angeblich sehen die Sittenwächter die Entwicklung der Jugend gefährdet. Danach musste die berühmte Band 85.000 Alben vernichten oder lagern. Den dadurch entstandenen Schaden möchten die Rocker nun zurückerstattet haben, da das Verwaltungsgericht in Köln die Entscheidung schon nach einem halben Jahr wieder aufgehoben hat.

Die Prüfstelle habe rechtswidrig gehandelt, da Kunstfreiheit und Jugendschutz nicht richtig bedacht wurden. Die Band spiele mit der Darstellung und Ästhetik von Gewalt als Stilmittel und inszeniere eben, so sei “kein wirklichkeitsnaher Gewaltexzess” zu beanstanden. In Großbritannien hingegen sind sie bald weiter Willkommen: Die Rocker werden als Headliner beim ‘Download Festival’ in diesem Jahr spielen, mit ihnen wurden Iron Maiden und Black Sabbath als Hauptacts angekündigt. Am Freitag, den 10. Juni, spielen die Rocker beim legendären Rock- und Metalfestival im Donington Park, Leicestershire, in Großbritannien.

Foto: Olaf Heine