Donnerstag, 07. April 2016, 23:10 Uhr

Echo: Das waren die Helene-Fischer-Festspiele 2016

Familientreffen der Musikbranche in Berlin: Bei der 25. Echo-Verleihung werden die erfolgreichsten Künstler geehrt. Sarah Connor (35) und die Band Pur gehören zu den Gewinnern bei der 25. Echo-Verleihung.

Echo: Das waren die Helene-Fischer-Festspiele 2016

Connor ‘Muttersprache’) nahm sehr gerührt und mit zittriger Stimme die Auszeichnung als beste nationale Künstlerin in der Kategorie Rock/Pop entgegen. Sie gewann gegen Lena (‘Crystal Sky’), Namika (‘Nador’), Nena (‘Oldschool’) und Oonagh (‘Aeria’).

Helene Fischer bekam Echos für die “beste” DVD bzw. Blu-Ray, in der Königskategorie “Album des Jahres” und auch noch in den Kategorien “besten Live-Act national” und “Crossover” (was es nicht alles gibt!). Damit schreibt die 31-jährige gebürtige Russin Echo-Geschichte. Bisher hat sie 14 Preise eingeheimst.

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Die Band Pur – von einem Konzert in Bremen zugeschaltet – erhielt den Echo als beste nationale Band in der Kategorie Rock/Pop. Sie setzten sich gegen The BossHoss (‘Dos Bros’), Revolverheld (‘MTV Unplugged in drei Akten’), Silbermond (‘Leichtes Gepäck’) und Unheilig (MTV Unplugged ‘Unter Dampf – Ohne Strom’) durch.

Echo: Das waren die Helene-Fischer-Festspiele 2016

Ebenfalls per Video bedankte sich der belgische DJ Lost Frequencies, der die begehrte Trophäe für den Hit des Jahres abräumte. Der Musiker wurde für seinen Song ‘Are You with Me’ ausgezeichnet. Leer gingen in dieser Kategorie unter anderem Adele (‘Hello’) und Sido (‘Astronaut’) aus. In der Kategorie Schlager siegte Vanessa Mai (Wolkenfrei) mit ‘Wachgeküsst’.

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Die umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild (‘Opposition’) gewann den Echo in der Sparte Rock/Alternative National. Die Band war 2013 beim Echo noch von der Nominierungsliste gestrichen worden, nachdem andere Gruppen wie Kraftklub mit einem Boykott gedroht hatten. Im Sommer sprachen sich die Südtiroler auf ihrer Internetseite gegen Fremdenhass aus. Die Band erklärte bei der Preisverleihung, sie wolle den Echo in der Öffentlichkeit als Symbol für Widerstand gegen Ausgrenzung präsentieren.


Gewohnt schlagfertig begrüßte Gala-Moderatorin Barbara Schöneberger am Donnerstagabend in Berlin die Größen der deutschsprachigen Musikszene – internationale Prominenz war eher spärlich vertreten. Im Saal saßen unter anderem Udo Lindenberg (der auch performte), Namika, Tim Bendzko, Anna Loos und ihre Band Silly sowie Amy Macdonald.

Favorit des Abends mit gleich vier Echo-Nominierungen war Rapper Sido (‘Astronaut’/Sido feat. Andreas Bourani). In 31 Kategorien sollte der Deutsche Musikpreis vergeben werden. Ausgezeichnet werden jährlich die erfolgreichsten Künstler unter anderem aus den Bereichen Schlager, Rock/Pop, volkstümliche Musik, Dance und Crossover. (dpa/KT)

Unter den Gewinnern dieses Jahres sind:

Künstlerin national Rock/Pop • Muttersprache: Sarah Connor
Würdigung des Lebenswerkes: Puhdys
Dance international • Are You With Me: Lost Frequencies
Künstler/Künstlerin/Gruppe des Jahres Hip-Hop/R&B (international) • Compton: Dr. Dre
Crossover • Weihnachten: Helene Fischer
Live-Act national • Farbenspiel Live – Die Tournee: Helene Fischer
Musik-DVD/Blu-Ray national • Weihnachten, Farbenspiel Live – Die Tournee: Helene Fischer
Produzent/in/-en-Team des Jahres • Weihnachten: Alex Christensen
Bestes Video national • Durch die schweren Zeiten: Udo Lindenberg
Gruppe Rock/Alternative international • The Book of Souls: Iron Maiden
Album des Jahres • Helene Fischer: Weihnachten
Partner des Jahres: Aspekte

Foto: Clemens Bilan, Universal Music/Sandra Ludwig