Freitag, 08. April 2016, 15:29 Uhr

Helene Fischer schreibt Echo-Geschichte - und Sido todtraurig?

Für Helene Fischer regnet es schon Lobesworte, da ist ihr großer Sieg noch gar nicht klar. Sie sei so beliebt, “sie könnte in einem Briefkasten in Panama auftreten und die Fans würden trotzdem Schlange stehen”, sagt ein Laudator.

Helene Fischer schreibt Echo-Geschichte - und Sido todtraurig?

Deutschlands Schlagerkönigin ist nicht zu bremsen – bei der 25. Echo-Verleihung kassierte sie am Donnerstagabend in Berlin gleich vier Trophäen ein, u.a. auch überreicht von Smudo und Michi Beck (Fanta 4) ESC-Siegerin Conchita Wurst. Damit ist die 31-Jährige nun stolze Besitzerin von insgesamt 16 Echos – und hängte die bisherigen Spitzenreiter ab: die Kastelruther Spatzen, die bislang 13 Echos holten. Damit schreibt sie Echo-Geschichte.

Helene, das ist ein Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Und für den Echo. Die blonde Sängerin steht im schwarzen Mini-Spitzenkleid auf der Echo-Bühne und hat Tränen in den Augen. Es sei eine “unfassbare Ehre”, sagt sie, als sie die Auszeichnung für ihre Platte “Weihnachten” als Album des Jahres entgegennimmt. Weitere Preise gibt es für sie in den Kategorien Crossover, Live-Act National und Musik-DVD/Blu-Ray.

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Helene Fischer schreibt Echo-Geschichte - und Sido todtraurig?

Enttäuschung dagegen bei Rapper Sido (‘Astronaut’). Er ging mit vier Nominierungen als Favorit ins Rennen – dass er leer ausgehen würde, posaunt er dann schon während der Livesendung raus. “Die sind so dumm hier beim Echo”, sagt Sido mit Sonnenbrille, “hinter der Bühne stehen alle Preise rum.” Er habe mal geguckt, wer gewinne. “Ich jedenfalls nicht.”

Beim Fernsehpublikum kommt die mehr als dreistündige, live in der ARD übertragene Show mit 3,37 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 11,6 Prozent eher mäßig an. Die deutsche Musikbranche feiert sich weitgehend selbst – und mit dem Echo oft die Immergleichen. Internationale Stars machen sich rar. In besseren Jahren sorgten zum Beispiel Robbie Williams, Shakira und Kylie Minogue für den Glamour-Faktor.

Helene Fischer schreibt Echo-Geschichte - und Sido todtraurig?

Aber gut, Helene Fischer ist ja da. An ihr kommt keiner vorbei. Und dazu gibt es auch jede Menge Kommentare. Als Sarah Connor ihren Echo als Künstlerin Rock/Pop National entgegennimmt etwa, da sagt sie, ihr eigener letzter Echo sei schon 14 Jahre her – im Gegensatz zu “dir, Helene”. Bester Künstler Rock/Pop National wird Andreas Bourani.

Viel Applaus gibt es übrigens für die Altmeister der Branche. Udo Lindenberg holt sich für ‘Durch die schweren Zeiten’ den Echo für das beste Video National ab. Aus den Händen von Peter Maffay nehmen die Altrocker von Puhdys den Ehren-Echo für ihr Lebenswerk entgegen. “Vielen Dank für die Anteilnahme”, meint Dieter “Maschine” Birr selbstironisch. Schlagerstar Roland Kaiser wird für sein soziales Engagement geehrt. (Julia Kilian und Elke Vogel, dpa)

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Fotos: BVMI/Sinissey