Donnerstag, 12. Mai 2016, 18:40 Uhr

Woody Allen: Sohn Ronan stellt Medien an den Pranger

Ronan Farrow (28), der Sohn von ‚Café Society’-Regisseur Woody Allen (80) und Mia Farrow (71), hat in einer Kolumne für ‚The Hollywood Reporter’ die Medien kritisiert. Darin wirft er ihnen vor, die Missbrauchsvorwürfe seiner Schwester Dylan Farrow gegenüber ihrem Vater in ihrer Berichterstattung komplett zu ignorieren.

Woody Allen: Sohn Ronan stellt Medien an den Pranger

Zudem zeigt er sich von Hollywoodstars wie Kristen Stewart (26), Jesse Eisenberg (32), Blake Lively (28) oder Miley Cyrus (23) enttäuscht, die trotz der Vorwürfe immer noch mit seinem Vater zusammenarbeiten. Ronans Schwester Dylan hatte 2014 offenbart, dass Woody Allen sie als Kind angeblich sexuell missbraucht hätte. Ihr Bruder spricht das in seiner Kolumne auch an und richtet sich dann an alle Schauspieler, die dieser Vorwurf offenbar nicht interessiert. Er erklärte: „Die langsame Entwicklung der Old-School-Medien hat dazu beigetragen, eine Kultur der Straffreiheit und des Schweigens zu schaffen.“

Und er fügte hinzu: „Amazon hat Millionen bezahlt, um mit Woody Allen zu arbeiten und eine neue Serie und Filme zu finanzieren. Schauspieler, davon manche, die ich sehr bewundere, stehen Schlange, um in diesen Filmen mitzuspielen. ‚Es ist nichts Persönliches’, hat mit mal jemand gesagt. Aber es schmerzt meine Schwester jedes Mal, wenn jemand ihrer Helden wie Louis C.K. oder ein Star in ihrem Alter wie Miley Cyrus mit Woody Allen arbeitet.“

Es wäre eben doch eine persönliche Sache, wie der Journalist weiterfuhr. Gerade für seine Schwester, wie auch andere Frauen mit Beschuldigungen von sexuellem Missbrauch, die nie durch ein Urteil bestätigt wurden. Das diesjährige Cannes-Filmfestival würde wieder einmal mit einem neuen Woody-Allen-Film starten. Es gebe Pressekonferenzen und Auftritte seines Vaters mit dessen Gattin auf dem Roten Teppich. Und natürlich werde dieser dabei von Stars wie Stewart, Lively, und Eisenberg umringt sein, so Ronan Allen weiter. Dass für ihn Enttäuschende: man könne zu 100 Prozent sicher gehen, dass keiner von der Presse ihnen irgendwelche ungemütlichen Fragen zur Zusammenarbeit mit dem Regisseur stelle: „Es ist einfach nicht die Zeit und der Platz dafür. Es wird einfach nicht gemacht”, so der 28-Jährige. (CS)

Foto: WENN.com