Freitag, 13. Mai 2016, 11:50 Uhr

Ex-GZSZ-Star Kristin Meyer heuert bei "Unter uns" an

Vor wenigen Wochen stieg Aaron Koszuta neu als Valentin Huber bei „Unter uns“ ein – jetzt kommt nach und nach seine Familie hinzu. Mutter Andrea Huber, Typ „Stepford Wife“, taucht am 17. Mai 2016 (Folge 5352) erstmals in der Serie auf und wird von keiner geringeren als Kristin Meyer gespielt.

Ex-GZSZ-Star Kristin Meyer heuert bei "Unter uns" an

Die ist bekannt unter anderem aus GZSZ, wo sie viele Jahre als Iris Cöster zu sehen war. Ihre neue Rolle Andrea Huber ist die jüngste Tochter von Robert Küpper (gespielt von Luca Maric), die jedoch seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr mit dem Vater hatte und zunächst nur in der Schillerallee auftaucht, um ihren von zu Haus abgehauenen Sohn wieder aufzugabeln. Im RTL-Interview plauderte Kristin Meyer u. a. über ihre Rolle und noch eine weitere TV-Rolle, ihr privates Familienbild und ihr großes soziales Engagement.

Kristin, du warst vor längerer Zeit bei GZSZ – jetzt bist du voraussichtlich für längere Zeit bei „Unter uns“ zu sehen. Was ist der größte Unterschied zwischen beiden Dailys, und was haben beide gemeinsam?
Meine Zeit bei GZSZ liegt nun schon 5 Jahre zurück und ich habe in der Zwischenzeit bei vielen verschiedenen Produktionen gearbeitet. Insofern muss ich ein wenig in meinen Erinnerungen kramen. Ich fange mal bei den Gemeinsamkeiten an: beide haben definitiv ein sehr nettes und kollegiales Arbeitsklima. (…) Das Arbeitspensum bei „Unter uns“ ist ungleich größer als bei GZSZ. Je Staffel stehen gut 4 Monate zur Verfügung, das heißt, dass pro Woche 6 bis 8 Folgen gedreht werden. Zwei Mal im Jahr wird für sechs Wochen der Laden dicht gemacht, gibt es eine Produktionspause. Was für uns Schauspieler die Möglichkeit birgt, in anderen Produktionen zu arbeiten, bedeutet für das Team der Gang zum Arbeitsamt. GZSZ produziert durchgehend ohne Pausen – die Arbeit ist also etwas entspannter und man ist durchgehend versicherungspflichtig angestellt.

Ex-GZSZ-Star Kristin Meyer heuert bei "Unter uns" an

Bei „Unter uns“ bist du Teil der neuen Familie Huber. Andrea Huber ist laut Rollenbeschreibung „die perfekte Mutter, Hausfrau und Ehefrau, eine starke Frau, die ihre Familie mit aller Kraft zusammenhält“. Wie stehst du persönlich zu diesem Rollenbild? Bist du auch privat der „Typ Andrea“ oder sind bei euch in der Familie die Rollen anders verteilt?
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau – so heißt es doch, oder? Andrea ist einerseits genau diese starke Frau, andererseits ist sie meinem Geschmack nach ihrem Mann gegenüber zu unterwürfig. Es hapert daran, ihre eigenen Interessen jenseits ihrer Familie durchzusetzen. Ich bin gespannt, ob und inwiefern sich das in Zukunft ändern wird. In meinem privaten Umfeld ist das aber kein Thema: mein Mann Patrick Winczewski und ich führen eine komplett gleichberechtigte Beziehung, in der jede/r seine/ ihre Rolle hat, ein reger Austausch herrscht und keine/r in seiner/ ihrer Karriereplanung eingeschränkt wird. Anders könnte ich auch gar nicht leben.

Parallel zu „Unter uns“ bist du auch in der ARD in einer neuen Serie zu sehen. Wie ist es für dich, in komplett unterschiedlichen Rollen und Sendern parallel zu laufen?
Das ist natürlich toll! Ab dem 17.5.2016 bin ich auf RTL täglich als Andrea Huber in „Unter uns“ zu sehen, ab dem 7.6.2016 in der ARD wöchentlich als Anwältin Eva Sternberg in „Ein Fall von Liebe“ neben Francis Fulton Smith – welch bessere Werbung gibt es für eine Schauspielerin?! Schließlich gehört es zum Beruf der Schauspielerin, in möglichst unterschiedlichen Rollen möglichst viel gesehen zu werden. Nur so gibt es die Chance auf weitere Engagements – und ich möchte ja auch weiterhin und zukünftig viel arbeiten!

Du bist sozial sehr in Uganda engagiert. Was liegt dir dabei besonders am Herzen und was hast du bisher schon erreicht?
Vor einigen Jahren bin ich zum ersten Mal nach Uganda geflogen und habe dort für einige Wochen in einem Kinderheim gearbeitet. Im Laufe der Zeit hat sich aus dieser ersten Begegnung mit Armut und Leid eine echte persönliche Aufgabe entwickelt. Schließlich sind gerade wir Industrieländer dafür mitverantwortlich, dass es so vielen Menschen auf dieser Welt nicht ansatzweise so gut geht wie uns. Im Rahmen meines Studiums des „Master of Public Policy“, in dem demokratische Entwicklungsprozesse gefördert werden, habe ich einen Verein namens „Act to Be e.V.“ gegründet. Unser Pilotprojekt findet in Uganda statt und richtet sich an von Geburt an HIV-positive Kinder, die einer sehr starken Diskriminierung von Seiten der ugandischen Gesellschaft ausgesetzt sind. Momentan sind wir in der Finanzierungsphase und hoffen, schnellstmöglich mit unserem Projekt zu beginnen. „Act to Be e.V.“ möchte mithilfe von Theaterspielen Kommunikation fördern, Aufklärungsarbeit leisten und eine Begegnung verschiedener Gruppen auf Augenhöhe ermöglichen. (…) Wer also etwas Schönes kaufen und/ oder verschenken und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte, schaue doch einfach mal auf unsere Webseite www.act-to-be.org.?

Fotos: RTL/ Stefan Behrens