Sonntag, 15. Mai 2016, 0:59 Uhr

ESC 2016: Ukraine gewinnt - Germany mal wieder am Ende

Geschätzt etwa 180 Millionen Menschen weltweit schauten am Samstabend auf Schwedens Hauptstadt: In Stockholm lief das Finale des 61. Eurovision Song Contests.

ESC 2016: Ukraine gewinnt - Germany mal wieder am Ende

Kandidaten aus 26 Ländern kämpfen um die ESC-Trophäe 2016 – für Deutschland ging als Zehnte die 18 Jahre alte ‘The Voice of Germany’-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz im bunten Manga-Outfit mit dem Song ‘Ghost’ ins Rennen. Mit nur 11 Punkten lag sie dann an letzter Stelle. Damit ereilte sie das selbe grausame Schicksal wie Ann-Sophie, die nach ihrem Auftritt ganz schnell fallengelassen wurde. Die Hamburgerin brachte jedoch letztes Jahr null Punkte mit nach Hause.

Die Ukrainerin Jamala gewann das Finale 2016. Die Sängerin bekam für ihr Lied “1944” mit 534 Punkten die meisten, wie die Moderatoren in der Nacht zum Sonntag in Stockholm nach der Präsentation der Wertungen von Jurys und anschließend die des Publikums bekanntgaben.

Mehr: Eurovision Song Contest: Alles über die 26 Finalisten – Alle Videos!

ESC 2016: Ukraine gewinnt - Germany mal wieder am Ende

Die Zuschauer konnten wie immer über den Sieger mit abstimmen, jedoch nicht für die eigene Nation. Ihr Voting wird ergänzt von Juroren. Voting-Fenster war zwischen 23.02 Uhr und 23.44 Uhr.

In der Zeit trat der amerikanische Superstar Justin Timberlake außer Konkurrenz auf, wünschte den Teilnehmern viel Glück (“Cheers to You!”) und sang unter anderem seinen neuen Hit ‘Can’t Stop The Feeling’, den zwei Schweden mitschrieben. In diesem Jahr zeigte auch ein US-Sender erstmals live das ESC-Finale.

In diesem Jahr war die Punkteverkündung von Jurys und Publikum erstmals getrennt, zuerst wurden per Schalte in alle Länder die Jurystimmen abgefragt (umgerechnet in 1 bis 8 sowie 10 Punkte und die Höchstwertung 12 Punkte; abgegeben bereits am Freitag nach der Generalprobe, dem sogenannten Jury-Finale). Dann verlasen die Moderatoren die Zuschauervoten (wieder in Punkten), was es diesmal spannend bis zum Schluss machte. Lange Zeit sah es nämlich nach einem Sieg von Australien aus.

Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine Trophäe verbunden – außerdem die ESC-Austragung im Folgejahr. Insgesamt nahmen am ESC in diesem Jahr 42 Länder teil. 16 davon schieden in den Halbfinals am Dienstag und Donnerstag aus, darunter die Schweiz, Norwegen, Dänemark, Island und Irland.

ESC 2016: Ukraine gewinnt - Germany mal wieder am Ende

Die Show 2016 war im Vergleich zu Wien wieder etwas größer, vor etwa 16 000 Zuschauern – statt etwa 10 000 in Wien. Das Budget des schwedischen Rundfunks für den ESC lag bei 125 Millionen Schwedischen Kronen (rund 13,4 Millionen Euro), so viel wie 2013 in Malmö. Die Stadt Stockholm plante zudem umgerechnet weitere etwa 11 Millionen Euro ein.

Geschätzt etwa 180 Millionen Zuschauer weltweit verfolgten die Finalshow vor dem Bildschirm. In Deutschland schalteten im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa 8,1 Millionen ein, davor waren es etwa 8,9 Millionen. In den Jahren 2011 und 2010 hatte die Live-Übertragung des Musikspektakels wegen des Hypes um Lena jeweils um die 14 Millionen Fernsehzuschauer.

ESC 2016: Ukraine gewinnt - Germany mal wieder am Ende

Das Finale des 62. Eurovision Song Contest soll nach vorläufigen Angaben der Veranstalter von der European Broadcasting Union (EBU) am 20. Mai 2017 über die Bühne gehen. Anders als dieses Jahr und im vergangenen Jahr wäre dies nicht am langen Pfingstwochenende.

Wenn sich das Siegerland für seine Hauptstadt entscheidet, wäre der Austragungsort im kommenden Jahr Kiew. (dpa/KT)

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Fotos: Andres Putting (EBU)