Dienstag, 17. Mai 2016, 18:46 Uhr

GZSZ: 200 Jahre Haft – Das ist das Strafregister von TV-Anwalt Jo Gerner

Fast 200 Jahre Haft – auf diese Zahl summieren sich alle Straftaten des bekannten TV-Anwalts Jo Gerner von „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“. Am Mittwoch wird die 6000. Folge der beliebten Vorabendshow ausgestrahlt.

GZSZ: 200 Jahre Haft – Das ist das Strafregister von TV-Anwalt Jo Gerner

Aus diesem Anlass hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. (www.anwalt.org) Gerners eklatanteste Verbrechen zusammengestellt und einer strafrechtlichen Analyse unterzogen. In mindestens 44 Fällen ist Jo Gerner (gespielt von Wolfgang Bahro) seinem Start bei GZSZ straffällig in Erscheinung getreten, insgesamt 14 verschiedene Straftatbestände können ihm zur Last gelegt werden, darunter Erpressung, Bestechung, Anstiftung zu Körperverletzung und Einbruch.

In einer aufwendigen Recherche hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. sämtliche Folgen seit Gerners erstmaligem Auftritt im Jahr 1993 ausgewertet: Würde man jeweils das maximale Strafmaß ansetzen und alle seine Kapitalverbrechen addieren, säße Gerner für genau 199,5 Jahre hinter Gittern.

GZSZ: 200 Jahre Haft – Das ist das Strafregister von TV-Anwalt Jo Gerner

Dazu Rechtsanwalt Mathis Ruff vom Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.: „Wenn mehrere Straftaten begangen wurden, kommt es gemäß § 54 StGB zur Bildung einer Gesamtstrafe. Diese darf die Summe der Einzelstrafen nicht erreichen und ergibt sich aus einer angemessenen Erhöhung der höchsten Einzelstrafe.“

Trotz des umfangreichen Repertoires an Straftaten wurde Gerner nie ernsthaft belangt. Beweise hinterlässt er in der Regel nicht. Wirklich eng wurde es für ihn nur im Jahr 2010, als er sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hatte ­ und das in einer Höhe, in der Bewährung nicht mehr greifen würde. Auffällig ist, dass Gerner in den letzten Jahren weniger kriminell in Erscheinung getreten ist.

GZSZ: 200 Jahre Haft – Das ist das Strafregister von TV-Anwalt Jo Gerner


Fotos: RTL/ Rolf Baumgartner. Grafik: Anwalt.org