Mittwoch, 18. Mai 2016, 14:05 Uhr

Beyoncé: Ärger mit ihrer Kollektion?

Lässt Beyoncé ihre Schneiderinnen ausbeuten? Erst vor kurzem launchte die Sängerin ihre erste eigene Sportkollektion. ‘Ivy Park’ wird in Zusammenarbeit mit ‘Topshop’-Boss Philip Green weltweit vertrieben, in Deutschland zum Beispiel über ‘Zalando’.

Beyoncé: Ärger mit ihrer Kollektion?

Wie nun die britische Tageszeitung ‘Sun’ behauptet, sollen ihre Klamotten allerdings unter ethisch schlechten Bedingungen hergestellt werden. Die weiblichen Arbeiter der ‘MAS Holdings’-Fabrik in Sri Lanka sollen demnach nur 5,48 Euro pro Tag für die Fertigung verdienen und sich somit niemals eine ‘Ivy Park’-Leggins leisten können, für die sie 127 Euro bezahlen müssten. Darauf reagierte nun ein Sprecher der Marke: “‘Ivy Park’ hat ein rigoroses, ethisches Handelsprogamm. Wir sind stolz auf unsere Bemühungen, was Fabrikinspektionen und -überprüfungen anbelangt. Unser Team arbeitet weltweit sehr nahe mit unseren Lieferanten und ihren Fabriken zusammen, um die Bestimmungen einzuhalten.” Tatsächlich beträgt der tägliche Mindestlohn in Sri Lanka 400 Rupien, was in etwa 2,38 Euro entspricht – die Arbeiter für ‘Ivy Park’ verdienen also mehr als das Doppelte, was auf der Insel sonst üblich ist.

Übrigens: Snoop Dogg beschreibt Beyoncé als Quelle der Inspiration. Der Rapper lobte das neue Visual Album der R&B-Queen als ein “konzeptionell verführerisches” Werk. Es rege durch den provozierenden Inhalt, der eine Affäre ihres Ehemanns Jay-Z andeutet, zum Nachdenken an. Snoop Dogg erklärte weiter, dass Fans, die Beyoncés Album hören, viel von der 34-jährigen Sängerin lernen könnten. “Am besten ist es, auf den Inhalt zu setzen. Wie zum Beispiel Beyoncé, sie hat ein heißes Video mit einer heißen Platte. Man kann es sich anschauen und zuhören, es leben und mit ihr fühlen. Dafür ist Musik gemacht”, betonte der Rapper im Gespräch mit ‘VIBE’.

Er bevorzugt Beyoncés Ansatz, Musik zu kreieren, statt wie andere Künstler einfach zu versuchen, einen Hit nach dem anderen herauszubringen und sagte: “Das ist keine Respektlosigkeit gegenüber denen, die heiße Songs produzieren und dem Trend folgen. (…) Es gibt Dinge, die dazu geschaffen sind, zu kommen und zu gehen. Aber echte Musiker wissen, wie man Stoff macht, der auch noch in 20 oder 30 Jahren gehört wird.”

Foto: Parkwood Entertainment