Samstag, 21. Mai 2016, 16:24 Uhr

Jamie-Lee wieder aufgetaucht - ESC-Vorentscheid wird reformiert

Thomas Schreiber (56), der ESC-Beauftragte der ARD, will den Modus des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest erneut ändern.

ESC-Vorentscheid soll mal wieder reformiert werden

“Unser Hauptziel wird künftig die Suche nach ESC-Songs sein. Dazu suchen wir Interpreten, dann kümmern wir uns um die Inszenierung”, sagte der ARD-Unterhaltungskoordinator dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND). “Das Publikum wird final entscheiden.” Beim ESC in diesem und im vergangenen Jahr hatte Deutschland den letzten Platz belegt. Schreiber sieht als Gründe für das schlechte Abschneiden unter anderem die Ausrichtung des deutschen Vorentscheids: “Das hat damit zu tun, dass wir – anders als etwa 2010 bis 2012 – nicht die Lieder aus einem internationalen Pool von mehreren hundert Songs ausgesucht haben, sondern Künstler mit Liedern gesucht haben.” Zu einem Erfolg beim ESC gehöre aber auch Glück. “Ein Sieg lässt sich nicht am Reißbrett konstruieren.”

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Jamie-Lee wieder aufgetaucht - ESC-Vorentscheid wird reformiert

Die 18-jährige Jamie-Lee Kriewitz, die dieses Jahr für Deutschland grandios scheiterte, war knapp eine Woche abgetaucht und sagte gestern Abend in der NDR-Talkshow: „Ich bin danach direkt krank geworden und lag zu Hause im Bett. Aber alle Leute, die mich erkannt haben, waren total cool zu mir und haben mir gesagt, dass es auf keinen Fall meine Schuld war, dass Deutschland den letzten Platz gemacht hat.“

Sie fügte breit grinsend hinzu: „Nach den ersten zehn Wertungen von der Jury dachte ich mir schon – da wird nicht mehr viel kommen, das wird heute nichts. Natürlich war ich ein bisschen traurig und am überlegen, wie ich jetzt darüber denke beziehungsweise wie ich darüber denken soll. Die Zeit war aber so geil, im Endeffekt war es egal, wie es ausgeht.“ der Talkshow hatte sie auf ihr Manga-Tralala-Outfitr verzichtet, kam mit T-Shirt und Basecap.

Fotos: NDR/Marcus Krüger, WENN.com