Mittwoch, 01. Juni 2016, 15:56 Uhr

Gina-Lisa Lohfink: Zusammenbruch vor Gericht?

Ex-‚Germanys Next Topmodel’-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink (29) steht wegen „falscher Verdächtigung“ heute seit 11 Uhr im Amtsgericht Tiergarten in Berlin vor Gericht. Das berichtet unter anderem die ‚Bild’-Zeitung.

Gina-Lisa Lohfink: Zusammenbruch vor Gericht?

Die Super-Blondine war Ende letzten Jahres zu einer Geldstrafe von 24.000 Euro verurteilt worden, nachdem sie zwei Männer angeblich fälschlicherweise der Vergewaltigung bezichtigt hatte. Der Anlass: Im Sommer 2012 waren kurze Videos im Netz veröffentlcht geworden, in denen die 29-Jährige zu sehen ist, wie sie mit zwei Männern angeblich Sex hat. Ihren Angaben zufolge soll dies aber nicht einvernehmlich gewesen sein. Lohfink behauptete gegenüber der Polizei, dass sie mit K.O-Tropfen außer Gefecht gesetzt worden wäre. Was wirklich passiert ist, konnte jedoch nie nachgewiesen werden.

Die Staatsanwaltschaft Berlin sah in den vorgebrachten Vermutungen des Reality-TV-Sternchens einen Tatverdacht für den Straftatbestand der „falschen Verdächtigung“. Ende letzten Jahres erhielt die 29-Jährige einen Strafbefehl in Höhe von 24.000 Euro. Das beliebte It-Girl legte dagegen Einspruch ein, was deswegen zur heutigen Verhandlung führte. Zu diesem Gerichtstermin erschien Lohfink dann auch höchst elegant, züchtig und für ihre Verhältnisse recht hochgeschlossen in schwarzem Kleid, schwarzen Schuhen und mit schwarzer Sonnenbrille. Eine Art Dutt komplettierte ihren strengen, seriösen Look. In ihrer Begleitung war auch der „bekennende Schönheitsfanatiker“ Florian Wess.


Laut ‚Bild’-Zeitung sollen heute in der Verhandlung Lohfinks Ex-Managerin, einer der beteiligten Männer und die Polizeibeamtin, die das TV-Sternchen vernommen hatte, zu Wort kommen. Zudem werde auch ein Gutachter zum Thema K.O.-Tropfen eine Aussage machen, der das betreffende Sex-Video gesehen haben soll. Zuvor hatte Lohfink noch gegenüber der B.Z. erklärt: „Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum ich jetzt auf der Anklagebank sitze. Ich werde die Geldstrafe nicht zahlen und gehe lieber in den Knast als hier auch nur einen Euro zu zahlen für etwas, was ich in dieser Form nie getan habe.“ Und ihr Anwalt Burkhard Benecken (40) kritisierte die Staatsanwaltschaft Berlin: „Wenn das Vorgehen in Berlin Schule macht, traut sich bald keine sexuell genötigte Frau mehr in Deutschland zur Polizei.“

Laut ‚B.Z.’ soll es während der heutigen Verhandlung offenbar zu einer Unterbrechung gekommen sein, weil die 29-Jährige weinend in der Toilette zusammenbrach. Der Grund: drei Männer hätten sie zuvor anscheinend mit Rufen beleidigt. Demnach wäre offenbar schon die Polizei vor Ort und auch Rettungskräfte, die sich um Gina-Lisa Lohfink kümmern. Die Verhandlung wurde heute abgebrochen. Fortsetzung in vier Wochen. (CS)

Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert